Burgberggemeinde will mehr Platz für Museum schaffen

Stadt Homberg sucht neuen Pächter für Gastronomie auf der Hohenburg

Homberg. Es wird sich einiges verändern auf dem Burgberg: Die Pläne und die Finanzierung für den Bau eines Museums für die Burgberggemeinde stehen bereits.

Wenn das Fördergeld so fließt, wie es der Verein erwartet, dann wird im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen und im Herbst 2015 das Museum eröffnet werden, sagt der Vorsitzende Alfred Uloth.

Viel schneller soll die Suche nach einem neuen Pächter für die Gastronomie der Hohenburg verlaufen. Nachdem die Pächterin ihren Vertrag gekündigt hat, habe man das Angebot ausgeschrieben, so Bürgermeister Martin Wagner.

Eine Bewerbung liege bereits vor. Wenn alles gut laufe, könne die Gastronomie im Mai eröffnen. Interessenten könnten sich noch für den Betrieb der Gaststätte bewerben, erklärt er. Wichtig sei der Stadt ein verlässlicher, solider Partner mit einem guten gastronomischen Angebot.

„Wir hoffen auf viel mehr Besucher.“

Begonnen haben die Bauarbeiten für die Renovierung des Wirtschaftsgebäudes. Der Abriss der Holzhütten laufe, folgen sollen die Erweiterung der Küche und der Anbau eines neuen Lagerraums. „So sollen die Arbeitsabläufe verbessert werden“, sagt Wagner. Auch ein Sozialraum entstehe. Die Renovierung werde 40 000 Euro kosten. Arbeiten, die seit langem geplant waren. Das Geld dafür stamme daher aus dem Vorjahreshaushalt.

140.000 Euro fürs Museum

Um einiges größer und teurer ist das Museums-Projekt der Burgberggemeinde: 140.000 Euro wird der neue, etwa 100 Quadratmeter große Bau kosten. Man könne dort die Funde viel besser präsentieren, plane Sonderausstellungen. „Das Museum gehört zur Burg“, betont Uloth.

Er hoffe auf viel mehr Besucher. Bis zu 15.000 Menschen kämen jedes Jahr auf die Burg.

Von so vielen Gästen träumt die Burgberggemeinde in ihren jetzigen Räumen in der Freiheit nur. In dem Haus, in dem auch die Musikschule untergebracht ist, hat der Verein mit viel Mühe und Liebe ein Museum eingerichtet. Zudem werden dort über 7000 Fundstücke archiviert. Doch nur selten verirren sich Gäste dorthin. „Die Menschen gehen in die Altstadt, in die Kirche, auf die Burg, aber unserer Museum findet kaum jemand an diesem Ort“, sagt Uloth. Und das obwohl der Verein dafür viel werbe.

Die neue Lösung für das Museum auf der Burg sei um einiges günstiger als frühere Pläne, aber auch kleiner. Doch dafür seien die Pläne nun realisierbar und reichten für die Präsentation und die Arbeit des Vereins aus, erklärt Uloth. Durch den Neubau, der neben dem Küchengebäude entstehe, verliere man keine Parkplätze, betont er.

Turmbau mit Spitzdach

Das Gebäude sei ein Turmbau mit Spitzdach und im Fachwerkstil geplant, so der städtische Architekt Jochen Gontermann. Das Gebäude passe somit gut zur Anlage. Im Museum entstehe ein Seminarraum, der als außerschulischer Lernort genutzt werden könne. Im Bauantrag für die Erweiterung des Wirtschaftsgebäudes sei das Museum bereits enthalten, so Gontermann.

Bewerber für die Gastronomie am Burgberg bekommen weitere Informationen von der Stadt Homberg: Frau Michel, Telefon: 05681/994143.

Die Planungen und die Genehmigungskosten übernehme die Stadt, erklärt Uloth. Dafür sei die Burgberggemeinde dankbar. Die Kosten für den Bau finanziere der Verein aus eigener Tasche, mit Fördergeld und einem Kredit.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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