Bürgermeister stellte ausgeglichenen Haushalt vor – Überschuss hat sich vervierfacht

Die Stadt macht ein Plus

Schwarzenborn. Schwarzenborn schreibt schwarze Zahlen: Einen Überschuss in Höhe von 95.000 Euro sieht der Haushaltsentwurf vor, den Bürgermeister Jürgen Kaufmann am Dienstagabend den Stadtverordneten vorstellte. Damit entspricht das Plus genau dem Vierfachen des Vorjahres.

Nach Einschätzung Kaufmanns ist Schwarzenborn damit eine von sieben Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis, die einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann. Gleich zu Beginn seiner Haushaltsrede stellte er heraus, dass dies eine Einschätzung des Hessischen Rechnungshofes widerlege. Denn laut Kommunalbericht hätten Überprüfungen gezeigt, dass es für Kommunen mit einer Einwohnerzahl unterhalb von 8000 Einwohnern kaum möglich sei, einen Haushaltsausgleich zu erreichen. „Unsere Konsolidierungsbemühungen haben gegriffen“, betonte er.

Insgesamt geht Kaufmann davon aus, dass Schwarzenborn in der Zukunft auch andere ungünstige Prognosen entkräften wird.

Belegt sieht er das bereits in der leicht steigenden Einwohnerzahl. Das wiederum werde sich günstig auf die Schlüsselzuweisungen auswirken.

Hohe Schuldentilgung

Insgesamt tilgt die Stadt Schwarzenborn mehr Schulden als sie im Jahr 2014 aufnimmt. Veranschlagt ist ein Kredit in Höhe von 78 000 Euro. Dem gegenüber steht eine Tilgungsleistung in Höhe von knapp 100 000 Euro. Insgesamt wird der Schuldenstand laut Kaufmann am Jahresende bei 974 000 Euro liegen. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Schwarzenborn bei 850 Euro.

Ärzte-Versorgung als Thema

Der Habenseite rechnet Kaufmann bereits das interkommunale Gewerbegebiet in Knüllwald-Remsfeld und den neuen genossenschaftlichen Lebensmittelmarkt zu.

Die Sicherstellung des Brandschutzes – insbesondere auf dem Bundeswehrstandort – und die zukünftige ärztliche Versorgung in der Knüllstadt werden aus Sicht von Kaufmann die beiden großen künftigen Herausforderungen für die Stadt sein.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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