Näser sieht auch andere Kommunen in der Pflicht

Stadt nimmt nur 20 Flüchtlinge in Michelsberg auf

Michelsberg/Schwarzenborn. Schwalmstadt hat die Zahl der Flüchtlinge, die in die neue Unterkunft in Michelsberg einziehen, auf 20 Personen beschränkt, dies bestätigten der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker und Bürgermeister Dr. Gerald Näser.

Auf diese Lösung hatten sich Stadt und Kreis in einem Gespräch geeinigt. Ursprünglich bestand die Möglichkeit, die Kapazitäten auf 50 Bewohner aufzustocken. „Hinsichtlich der Größe von Michelsberg haben wir uns entschlossen, die Zahl zu deckeln“, sagte Näser. 260 Bewohner leben in dem Dorf, da sei die Unterbringung von mehr Flüchtlingen nicht zu vertreten gewesen.

Die Immobilie in Michelsberg wurde bereits in den 1990er Jahren als Flüchtlingsunterkunft benutzt. Die Absprache zwischen Stadt und Kreis sieht zudem vor, dass hauptsächlich Familien in das Haus einziehen. Bisher lebt eine afghanische Familie dort.

„Homberg und Schwalmstadt tragen die Hauptlast“, sagte Näser, die Zahl der Flüchtlinge sei im Landkreis ungleichmäßig verteilt. Alle Kommunen sollten in die Pflicht genommen werden, zumindest aber alle Mittelzentren, so der Bürgermeister.

Auch in Schwarzenborn sind derzeit 34 Asylsuchende untergebracht, die Wohnungen befinden sich am Knüllteich. Der Kreis schloss den dortigen Mietvertrag für vier Monate ab. (cls)

Quelle: HNA

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