Beliebter Laden arbeite profitabel

Stadt will das AEZ behalten - Erster Stadtrat Höfer: Schließung wäre ein Verlust

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AEZ zum Jahresende dicht? Allem Anschein nach soll der Markt in der Neukirchener Innenstadt geschlossen werden. Er gehört offenbar zu einer Tochtergesellschaft der Raiffeisen Waren Zentrale Rhein-Main. Foto:  Quehl

Neukirchen. „Wir sind für Sie da" steht auf dem großen Schild über dem Eingang zum AEZ-Markt an der Kurhessenstraße in Neukirchen. Doch wie lange noch? Massiv geht es offenbar in Neukirchen herum, dass der Laden in der Stadtmitte zum Jahresende schließe.

Jetzt hat Erster Stadtrat Gerd Höfer die Raiffeisen Waren Zentrale Rhein Main (Köln) angeschrieben: „Mit großer Verwunderung habe ich vorige Woche zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Filiale Neukirchen der R.E.A.L GmbH zum Ende des Jahres geschlossen werden soll“, heißt es darin.

Viele Menschen, Einwohner wie Mandatsträger, hätten ihn deswegen angesprochen, berichtet Höfer weiter, „für sie ist diese Entscheidung unverständlich, da das AEZ profitabel arbeitet und aus der Einkaufswelt Neukirchens nicht weg zu denken ist“.

Das Sortiment des AEZ decke die mannigfaltige Nachfrage an Artikeln des täglichen Bedarfs ab und biete darüber hinaus für Handwerker aller Branchen Handwerkszeug, Eisenwaren und Gebrauchsartikel an. Jahreszeitlich benötigte Artikel für den Garten wie Pflanzen, Dünger etc. würden ebenso vorgehalten wie winterliche Brennstoffe.

Der Erste Stadtrat folgert, dass die Schließung für die Stadt ein Verlust wäre, zumal das AEZ über ausreichend Parkplätze verfüge und auch gut fußläufig erreichbar ist. Auch wegen des freundlichen und fachkundigen Personals, Stichwort Beliebtheit des AEZ, bittet Höfer im Namen der Neukirchener den Konzern darum, die Entscheidung zu überdenken.

Bei der Raiffeisen Waren Zentrale in Köln herrschte bei der Nachfrage der HNA zunächst Verwirrung, man habe keine Läden mit dem Namen AEZ. Bei der erneuten Anfrage hieß es, dass das AEZ möglicherweise zu einer Tochtergesellschaft gehöre, dies werde man klären.

Am Mittwochnachmittag bat die HNA in Köln um eine Stellungnahme zur beabsichtigten Marktschließung beziehungsweise zum Schreiben des Ersten Stadtrates. Bis Redaktionsschluss am Donnerstag erhielten wir keine Antwort.

Auch telefonisch vor Ort bekamen wir keine Informationen, der Geschäftsführer des Marktes sagte uns, er sei dazu nicht berechtigt.

Erster Stadtrat Höfer hat erfahren, dass der Mietvertrag Ende des Jahres ausläuft. Er will das wohl drohende Aus nicht ohne Weiteres hinnehmen: „Diese Filiale ist nicht unbedingt defizitär.“

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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