In Homberg war auf Einladung der Störlampe großartige Big-Band-Musik zu hören

Stadthalle im Swingfieber

Gewagte Sprünge: Die Energy Dance Company aus den USA zeigte akrobatischen Tanz in der Homberger Stadthalle. Fotos: Ehl-von Unwerth

Homberg. Es gibt viele musikalische Talentschmieden weltweit: Das verdeutlichten 130 junge Instrumentalisten, Sänger und Tänzer aus fünf Nationen am Freitag in der Homberger Stadthalle.

Gemeinsam standen sie bei einem internationalen Jugend-Big-Band-Konzert auf der Bühne, zu dem die Theodor-Heuss-Schule mit ihrer Big-Band Störlampe eingeladen hatte. Vor 350 Besuchern zelebrierten die Akteure in einer knapp vierstündigen Veranstaltung Big-Band-Musik auf hohem Niveau.

Störlampe trumpfte auf

Zum Auftakt trumpfte die gastgebende Störlampe unter Leitung von Bernd Herbold mit modernen Arrangements sowie Swing-Klassikern instrumental wie auch gesanglich auf: Kim Jassik interpretierte Standards wie „Sentimental journey“ und „It’s only a papermoon“, Juliane Pohl huldigte mit „The girl from Ipanema“ dem Bossa Nova.

Dem stand das Smoke Revival Orchestra der Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen unter Leitung von Werner Sostmann in nichts nach: Souverän verknüpften die jungen Musiker das swingende Erbe mit aktuellen Entwicklungen aus Rock, Pop und Soul.

Mit einer furiosen Interpretation von „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ riss Sängerin Fenja Schmidt das Publikum zu Beifallsstürmen hin.

Entfesselt und gefühlvoll zugleich präsentierte sich die Jazz Big Band 75 aus Polen. Geradezu respektlos malträtierten die Musiker ihre Instrumente mit harten Rhythmen, um ihnen gleich darauf sanfte Klänge zu entlocken. Ebenso souverän beherrscht die schwedische Västeras Ungdomsstorband das Wechselspiel von lockerem Swing und beißendem Rockjazz.

In einem tänzerischen Intermezzo verkörperte die Energy Dance Company aus Kingston (USA) Hip-Hop-Jugendkultur: Gewagte Sprünge, Drehungen und Verrenkungen zu hämmernden Rhythmen ließen dem Publikum den Atem stocken.

Einst bei Max Greger

Das galt in musikalischer Hinsicht auch für die Swing Kids aus der Schweiz. Unter Dai Kimoto, einst im Orchester Max Gregers, präsentierten die zehn- bis 16-Jährigen im Ensemble und als Solisten grandiosen Big Band-Sound.

Das Publikum quittierte das mit lang anhaltendem, stehendem Applaus und Bravo-Rufen.

Von Sigrid Ehl- von Unwerth

Quelle: HNA

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