Spangenberger Stadtmauer ist wieder sicher

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Stadtmauer in Höhe Untergasse 16: Dort schloss Herbert Lambach am Montag die Mauerkrone.

Spangenberg. Rund 1200 Meter ist die Spangenberger Stadtmauer lang. In Nordhessen ist sie die mit am besten erhaltene Mauer ihrer Art. Mit der Instandhaltung hat die Stadt immer wieder ihr Tun.

Dieses Jahr hat die Liebenbachstadt 30.000 Euro in die Mauer gesteckt. Verbessert werden soll so das Wohnumfeld. Aber nicht nur gewinnen Spazierwege entlang der Mauer an Qualität, auch die Anwohner profitieren. Denn gerade in absteigendem Gelände sind die Mauern Blickfang und Stütze zugleich.

Beendet wurden am Montag die Sanierungsarbeiten in Höhe Untergasse 16. Dort steht das Haus von Anwohner Werner Bechtel praktisch auf der Stadtmauer. An solchen Stellen kämen die Häuser bei einem Einbruch der Stadtmauer gleich hinterher, erklärte Bürgermeister Peter Tigges am Montag zum Abschluss des Bauabschnitts.

Das Bau-Team Lothar Fesch hatte am Ort ein Teilstück der Mauer mit Kalkmörtel innen wie außen neu verfugt. Am Montag schloss Herbert Lambach die Mauerkrone.

Bei der Stadtmauer geht es auch um kulturhistorische Ortsgeschichte, erklärte Rathauschef Peter Tigges. Touristen könnten auf den Wegen unterhalb des historischen Bauwerks ein Stück Stadtgeschichte erkunden.

Soziale Stadt

Zuschüsse zur Sanierung der jüngsten Abschnitte gab es aus dem Förderprogramm soziale Stadt. Wer einmal die Wege unterhalb der Stadtmauer erkundet hat, weiß auch warum: Die Bewohner des Quartiers treffen sich dort regelmäßig und Kindern dienen sie als Schulweg.

An ihnen können Besucher außerdem ablesen, wie sich das Leben in der Stadt einst entwickelte. Hinter der Schutzmauer erheben sich die Häuser der Spangenberger, davor bewirtschaften sie kleine Wirtschaftsgärten oder Flächen zum Entspannen. (lgr)

Quelle: HNA

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