Fördergeld für Projekt im Bahnhofsgebiet fließt auch 2014 – Aus für die Efze-Kids

Stadtteilagentur macht weiter

Für ihre Treffen gibt es keine Unterstützung mehr: Die Efze-Kids während einer Grillaktion der Stadtteilagentur mit Andreas Schwarzkopf (links) und Johann Waldt (rechts). Foto: privat

Homberg. Die Arbeit der Homberger Stadtteilagentur geht erstmal weiter: Das Projekt im Homberger Bahnhofsgebiet mit Räumen im Stadtteilzentrum bekommt wieder finanzielle Unterstützung aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“. Doch am Ende des Jahres wird damit Schluss sein, sagt Stefan Brieger vom Internationalen Bund, der Träger des Projekts ist. Rund 60 000 Euro stünden für die Arbeit zur Verfügung, so Brieger.

Auch die Kooperationspartner, der Stadtentwicklungsverein und der Starthilfe-Ausbildungsverbund, würden sich weiter dafür einsetzen. „Damit können wir wichtige Angebote für den Stadtteil anbieten“, freut sich Andreas Schwarzkopf, Koordinator der Stadtteilagentur.

Weiterhin kreativ kochen

Unter anderem können ab Februar wieder an zwei Tagen in der Woche Kommunikationskurse stattfinden, der Malkurs wird ebenso fortgesetzt wie das Angebot „Kreativ und preiswert kochen“. Auch auf die inzwischen bekannten Abende unter dem Motto „Komm, ich zeig dir mein Land“ werde es wieder geben.

Jedoch nicht mehr im Programm sind die „Efze-Kids“, eine Gruppe von acht- bis zwölfjährigen Kindern, die zwei Jahre lang wöchentlich unter der Anleitung von Johann Waldt tolle Aktionen auf die Beine gestellt haben. Die Gruppe kann nicht weiter betreut werden, teilt die Stadtteilagentur mit. „Die Arbeit mit Kindern im Bahnhofsgebiet ist wichtig, sie war aber nicht der Schwerpunkt unserer Projektarbeit“ so Schwarzkopf. Wie bei allen Projekten sei man auch dabei auf Fördergeld von Bund und Land angewiesen.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war für die „Efze-Kids“ der Bau eines Bären mit verschiedenen Materialien, der nun auf dem Vordach der Alten Sparkasse im Birkenweg zu sehen ist. Kurz vor Weihnachten mussten die Kinder den Abschied feiern – zur Erinnerung wurde eine große Fotowand erstellt.

Um die Arbeit der Stadtteilagentur auch weiterhin anbieten zu können, suche man derzeit nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten, erklärt Brieger. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Unterstützung durch Sponsoren. Die Angebote seien wichtig, denn vor allem die Sprachkurse, aber auch die anderen Projekte seien wichtig, um für mehr Integration zu sorgen.

„Wir wollen unsere Projekte auch im nächsten Jahr anbieten und versuchen weiterzumachen“, betont Brieger und hofft zugleich darauf, dass das gelingt. „Eine Prognose kann ich aber nicht abgeben“, fügt er an. (may)

Quelle: HNA

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