Stadtumbau soll Jesberg wieder attraktiver machen

Neu gestalten: Im Zuge des Stadtumbaus das Umfeld der Burg anziehender werden. Archivfoto: Brandau

Jesberg. In den kommenden Jahren soll sich Jesberg verändern. Das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen soll dabei helfen.

Die Parlamentarier beschlossen während ihrer Sitzung am Montagabend im Rathaus von Jesberg einstimmig das Handlungskonzept. Ein solches Konzept ist nötig, um Fördergeld zu erhalten.

Ziel der Stadtbauförderung, in die 91 Städte und Gemeinden in Hessen aufgenommen wurden, ist, einen Schwerpunkt vor allem in kleinen und mittleren Gemeinden zu bilden. Der Grund: Sie sind besonders vom Bevölkerungsrückgang und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen.

Gefördert würden deshalb auch nur Projekte in den Kerngemeinden, erklärte Stefan Schlüter, der als Städtebauarchitekt vom Zweckverband Schwalm-Eder-West beauftragt wurde, ein integriertes Handlungskonzept zu erarbeiten.

Wohnstandort aufwerten

Ziel in Jesberg ist nach seiner Darstellung die „naturbezogene Freizeit- und Erholungsfunktion zu stärken“. Damit soll die Kellerwaldgemeinde als Wohnstandort aufgewertet und möglicherweise der Bevölkerungsrückgang gebremst werden.

Als Stadtumbaugebiet festgelegt wurde der Ortskern von Jesberg mit dem Schlossberg und der Burg sowie die Freizeiteinrichtung an der Kellerwaldhalle. Die im Handlungskonzept festgelegten Projekte werden allerdings erst dann verwirklicht, wenn das Parlament dem zustimmt. Der Zuschuss beträgt nach Angaben Schlüters 71 Prozent.

In dem Konzept vorgesehen sind unter anderem die Umgestaltung des Umfelds der Burgruine und der Rückbau des alten Feuerwehrhauses. Nach dem Plan soll das marode Gebäude abgerissen und die Fläche begrünt werden. Hohe Priorität wird der Modernisierung der Kellerwaldhalle und des Servicegebäudes an der Freizeitanlage eingeräumt. Unter anderem geht es um eine bessere Nutzung der Halle und einen barrierefreien Zugang.

Bevor das Geld in die Projekte fließen kann, müssen in den kommenden Wochen Anträge gestellt werden. Dann muss das Parlament zustimmen und den Anteil der Gemeinde von 30 Prozent der Kosten bereit stellen. (ras)

Quelle: HNA

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