Städtepartnerschaften: Kommunen im Altkreis Wolfhagen wollen Kräfte bündeln

Naumburg. Dass Städtepartnerschaften auch heute noch einen wichtigen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten, darin sind sich Vertreter aller Städte und Gemeinden im Altkreis einig. Damit das trotz zunehmender Probleme auch in Zukunft so bleibt, wollen sie nun ihre Kräfte bündeln und gemeinsam an einem lebendigen Europa arbeiten.

Das beschlossen Vertreter der Kommunen Wolfhagen, Zierenberg, Habichtswald, Breuna, Bad Emstal und Naumburg am Samstag im Naumburger Haus des Gastes, wo sie sich auf Einladung des Deutsch-Italienischen Freundeskreises zum Erfahrungsaustausch trafen.

Einstimmig berichteten sie von Nachwuchssorgen. „Es wird zunehmend schwer, Mitstreiter zu finden“, sagte etwa Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable, als „ganz schwierig“ bezeichnete sein Breunaer Amtskollege Klaus-Dieter Henkelmann die Situation, der im nachlassenden Interesse aber kein spezielles Problem der Städtepartnerschaften sieht: „Viele Vereine haben mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen.“

Noch viel mehr als die Sorge um den Nachwuchs wiegen Finanzierungsprobleme. Komplizierte Antragsverfahren etwa für projektbezogene EU-Förderungen seien für ehrenamtlich Tätige unzumutbar, findet Hable. Lieber würde er eine pauschalisierte Verteilung der EU-Gelder speziell für die Arbeit vor Ort sehen.

Stefan Raue, Bürgermeister von Habichtswald, sieht ein weiteres Problem in der mangelnden Kommunikation zwischen den einzelnen Kommunen und auch übergeordneten Institutionen wie dem Landkreis.

Ein erster Schritt, dies zu optimieren, sollen nun jährliche Treffen aller Partnerschaftsaktiven im Altkreis sein, zudem geht in den nächsten Tagen ein Protokoll mit den Ergebnissen des Erfahrungsaustauschs hinsichtlich vereinfachter Förderanträge und besserer Kooperationsansätze an die maßgeblichen Stellen der Politik.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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