Schüler und Koordinatoren von Schulen ohne Rassismus wollen das Projekt ausbauen

Staffelstab wandert weiter

Austausch in der Schule: Von links Eva Voigt, Corinna Burghardt, Carla Staufenberg, Georg Jäckel, Imke Dzewas, Sophia Paschkewitz und Jörn Schütz. Fotos:  Daher

Schwalmstadt. Zu einem ersten regionalen Austauschtreffen für den Südkreis für „Schule gegen Rassismus, Schule mit Courage“ hatten Stephan Bürger und Malte Lantzsch ins Treysaer Schwalmgymnasium eingeladen. Ziel der Zusammenkunft: Schulen untereinander vernetzen und gemeinsame Projekte gegen Rassismus, Ausgrenzung und Extremismus entstehen zu lassen. Lehrer und Schüler von der Carl-Banzer-Schule, den Beruflichen Schulen Ziegenhain und dem Schwalmgymnasium waren dabei.

Stephan Bürger, Vertreter des Landkreises von der Initiative „Gewalt geht nicht“, berichtete, dass sich weitere Schulen der Region der bundesweiten Bewegung „Schule ohne Rassismus“ anschließen wollen, konkret die Melanchthon-Schule Steinatal.

Wichtig sei es, dass nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer miteinbezogen werden, um das Wissen und die Erfahrungen den nachfolgenden Jahrgängen mitzuteilen. „Der Staffelstab der Weisheit“, so Bürger, müsse rechtzeitig weitergegeben werden, um die Themen weiter zu bearbeiten.

Carla Staufenberg vom Schwalmgymnasium und Mitglied der Schülervertretung, erklärte, dass sie es ziemlich wichtig finde, gerade in der Schwalm solche Projekte zu fördern. Georg Jäckel, Schülersprecher und -vertreter des Treysaer Gymnasiums, stimmte ihr zu und erläuterte, dass er erst durch die Schülervertretung von den beiden Projekten erfuhr und sich jetzt gezielt für sie einsetzt. So gab es bereits zwei Konzerte gegen Rassismus, weitere Veranstaltungen sind in Planung. Das wird nicht nur finanziell gefördert, sondern das „Mobile Beratungsteam“ aus Kassel mit dem Koordinator Malte Lantzsch gibt auch Anregungen für Aktionen, zum Beispiel für Workshops.

Bei dem Treffen wurde auch das Jahresprogramm für Schulen ohne Rassismus vorgestellt. Im Oktober soll es wieder ein zweitägiges Seminar, Anfang November eine Gedenkstättenfahrt und Anfang Dezember ein gemeinsames Treffen für den Nord- und den Südkreis Schwalm-Eder geben. (jox)

Von Johanna Daher

Quelle: HNA

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