Stahl für den Altarraum: In Klosterkirche steht Modell zur Umgestaltung

MichaelPossinger

Immichenhain. Die Idee sei es, Geschichte und Moderne zu verbinden, sagt Pfarrer Andreas Fink. In der Klosterkirche Immichenhain wird noch bis zum Ende der Sommerferien ein Modell des neuen Altarkonzeptes gezeigt.

Nach der Renovierung der Kirche 2005 strebte der Kirchenvorstand auch eine Umgestaltung des Altarbereiches an. Der Guxhagener Künstler Michael Possinger erarbeitete ein Konzept für die Neugestaltung rund um den Gottestisch.

„Betont werden die drei historischen Elemente: Altar, Kanzel und Taufstein“, sagt Fink. Das Herzstück ist der Aufbau am Altar. Das Modell ist aus dunkel bemaltem Holz. Der spätere Altaraufbau wird allerdings aus brüniertem Stahl sein. „Die Oberfläche wird wärmer und lebendiger aussehen als das Model“, betont der Pfarrer.

Der alte Altar aus Stein ist weiterhin zu sehen, darüber schwebt die Tischplatte, die sich nach vorn über eine senkrechte Platte abstützt. Der Altarstein ist feucht und uneben, so dass der Pfarrer ihn immer mit einer Altartuch bedeckte. Durch die neue Platte soll der Altar zudem höher werden. Vorn hängt ein Altartuch herab, das daraufzusehende Kreuz wird mit Lochstickerei ausgeführt. Dahinter liegen farbige Stoffe, damit das Kreuz im Laufe des Jahres in den verschiedenen liturgischen Farben erscheint.

Im Gegensatz zum alten Altarkonzept wird durch die Platte der Charakter eines Tisches betont. Pfarrer Fink wird die Gottesdienste dann hinter dem Altar stehend halten. „Die Gemeinde versammelt sich so symbolisch um den Tisch, das entspricht der christlichen Tradition“, sagt Andreas Fink.

Die Platte vor dem Altar greift die Formen der beiden großen Epitaphe rechts und links an der Kirchenwand auf. Auf dem Altar stehen Kerzenleuchter und Buchauflage. Außerdem beinhaltet das Konzept ein Gestell für den historischen Taufstein, einen stehenden Kerzenleuchter und eine Auflage für die Kanzel aus dem gleichen Material.

Die Altargestaltung sei zu uneinheitlich und unruhig gewesen, begründet der Pfarrer die Neugestaltung. Pfarrer Fink hält die Gottesdienste bereits mit dem Modell ab, damit die Gemeinde sich einen Eindruck verschaffen kann. Er hofft auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Nach den Ferien entscheidet der Kirchenvorstand über das Modell. (cls)

Quelle: HNA

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