Künftig weniger Soldaten in der Region – Truppenübungsplatz fällt weg

Bundeswehrstandorte in Schwalm-Eder: Einschnitte, aber keine Schließung

Schwalm-Eder. Die Katze ist aus dem Sack: Mit einem blauen Auge kommen die Bundeswehrstandorte Fritzlar, Schwarzenborn und Stadtallendorf davon. Sie bleiben erhalten, treten aber künftig mit weniger Personal an.

Artikel aktualisiert um 15.11 Uhr

Auch das Bundeswehrdienstleistungszentrum in Homberg bleibt, mit künftig 60 statt wie bisher 70 Mitarbeitern.

Unklarheit gab es zunächst noch über die Zukunft des Truppenübungsplatzes in Schwarzenborn. In der Auflistung des Ministeriums steht dort das Wort „Auflösung“. Seine Anfrage beim Ministerium habe ergeben, dass der Platz bestehen bleiben, das Management aber nicht mehr in Schwarzenborn sein werde, sagte der Abgeordnete Bernd Siebert (CDU). Nicht mehr geben wird es das Schwarzenborner Jägerregiment. 1200 Soldaten werden auf dem Knüllplateau künftig ihren Dienst in einem Jägerbataillon versehen.

In Fritzlar werden künftig nur noch 1400 Soldaten ihren Dienst versehen, aktuell sind es 2000. Für den Standort in der Domstadt bedeutet dies, dass es die Luftbewegliche Brigade künftig nicht mehr geben wird. Erhalten bleibt das Kampfhubschrauberregiment 36, das dann zur Division in Stadtallendorf gehört. In Fritzlar sollen 40 Kampfhubschrauber Tiger stationiert werden. Der bayerische Standort Roth, der als Konkurrenz für Fritzlar galt, geht in dieser Hinsicht leer aus.

Neu kommt nach Fritzlar ein Feldjägerregiment. Anstelle des Fachsanitätszentrums steht im neuen Konzept das Stichwort „Regionale Sanitätsversorgung“. Was genau damit gemeint ist, ist offenbar noch unklar. Vermutlich werde sich aber am Status Quo wenig ändern, vermutet Siebert.

500 Soldaten weniger wird es am Stadtallendorfer Standort geben. Dort wird künftig der Stab der Division Schnelle Kräfte ansässig sein. Aufgelöst wird das Luftlandefernmeldebataillon.

Von Sylke Grede und Olaf Dellit

Quelle: HNA

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