Wolfershausens Ortsvorsteher verglich seine Mitbewohner mit dem Wappentier

Stark und treu wie Wölfe

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Bunt und schwungvoll: Stephanie Freudenstein (links) und Maike Imgrund traten mit der Gruppe Flying Steps auf. 

Wolfershausen. Woher der Wolfershäuser komme, das sei ausführlich in der Festschrift zur 950-Jahr-Feier zu lesen, erklärte Ortsvorsteher Jochen Hammerschick. „Aber wer sind die Wolfershäuser?

Für diese Erklärung möchte ich unser Wappentier, den Wolf, heranziehen“, so Hammerschick beim Kommers am Freitagabend.

Im Rudel ist der Wolf stark, auch wenn er im Grunde ein Einzelkämpfer ist, ebenso wieder Wolfershäuser. Aber allein sei der Wolfershäuser weitsichtig, er schimpfe bereits über Dinge, von denen er noch keine Ahnung hat. Außerdem sei der Einzelne kurzsichtig: Was er nicht sehen wolle, sehe er auch nicht.

Mit dieser recht individuellen Sichtweise auf die Einwohner des Jubiläumsdorfes, sich selbst mit eingeschlossen, erntete Hammerschick tosenden Applaus sowie den ein oder anderen Lacher.

In der Gemeinschaft jedoch, sei der Wolfershäuser stark und treu. Das sei vor allem am regen Vereinsleben zu erkennen. „Wohin wir gehen, das weiß ich auch nicht. Ich habe keine Fähigkeiten als Prophet aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg“, beendete der Ortsvorsteher seine Festrede.

„Glücklich die Stunden, festlich der Tag“, sangen die Männer des Gesangvereins Wolfershausen zur Feier. Anschließend wurden Karl Valentin, Gerhard Fröhlich und August Schaumlöffel für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein ausgezeichnet.

Alt und Jung sangen

Die Kinder der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar zeigten im Anschluss, dass der Nachwuchs den alten Hasen im Männergesangverein gesanglich in Nichts nachsteht. Sie sangen aus Leibeskräften von großen Gefühlen wie „Dieses Kribbeln im Bauch, das ich nicht versteh“ und ernteten damit lebhaften Beifall und die Forderung nach einer Zugabe. Die dann prompt mit dem Lied „99 Luftballons“ von Nena folgte.

Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister überreichte anschließend die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde an Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Die Urkunde wird an Gemeinden und Ortsteile für mindestens 750-jähriges Bestehen verliehen. Sie soll auf die lange Geschichte der Gemeinden und deren Bedeutsamkeit für die Einwohner hinweisen.

Neben dem 950. Jahrestag des Ortes wurden zwei weitere Jubiläen an diesem Wochenende begangen. Der Heimatverein sowie auch der Angelsportverein ASV feierten ihr jeweils 50-jähriges Bestehen und ehrten Mitglieder. (zla)

Quelle: HNA

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