Bettina Toson stellt in der Homberger Reformationskirche ihre Doktorarbeit vor

Zum Start die Hospitäler

Ausgangsort: Die Homberger Reformations- und Stadtkirche gilt als historische Ausgangsort der Reformation. Unser Foto zeigt die Stadtkirche im Nebel. Das Bild stammt von HNA-Leser Jörg Zank. Foto:  Privat

Homberg. Bei der ersten Veranstaltung des neuen Fördervereins „Haus der Reformation Homberg“ in der Reformationskirche St. Marien wird Dr. Bettina Toson am Sonntag, 20. Mai, ab 18 Uhr ihre Doktorarbeit vorstellen. Sie trägt den Titel „Mittelalterliche Hospitäler zwischen Schwalm-Eder-Fulda“.

In diesem Werk ist Homberg und besonders das Stift St. Georg, das Heilig-Geist-Hospital, die Hospitalfamilie der Bischofs und das Siechenhaus St. Georg auf insgesamt rund 20 Seiten dargestellt.

Hospitäler gehören in vielen mittelalterlichen Städten zum Stadtgebiet. Doch nicht nur die Gebäude, sondern auch die Stiftungen überdauerten häufig die Jahrhunderte. Über die Anfänge sei jedoch wenig bekannt.

Eine Untersuchung der nordhessischen Kleinstädte zwischen Schwalm, Eder und Fulda zeige, dass bereits in diesem kleinen überschaubaren Gebiet sieben Städte vergleichbarer Größe neun unterschiedliche Hospitäler beherbergen.

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Geschichte der Hospitäler, untersucht die unterschiedlichen Konzepte und ihre Realisierung und zeigt neue Aspekte der Hospitalforschung auf.

Die Homberger Reformations- und Stadtkirche sei der historische Ausgangsort der Reformation für Hessen und somit die Reformation der Grund dafür, dass es Hospitäler und Siechenhäuser überhaupt gegeben habe und es heute Krankenhäuser in Hessen gebe.

Der Förderverein „Haus der Reformation Homberg“ beginnt damit sein Programm, in Kooperation mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg, der Historischen Kommission, dem Landesamt für Geschichtliche Landeskunde Marburg, dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1834, der hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung, der Ev. Kirchengemeinde und der Stadt, um die Bandbreite der Reformationsthemen einem breiten Publikum vorzustellen. (may)

• Termin: Sonntag, 18.30 Uhr, präsentiert Dr. Bettina Toson ihre Promotionsarbeit und referiert über „Die Bedeutung des Homberger Hospitals“.

Dr. Dirk Richhardt hält ein Kurzreferat über „Die Bedeutung der Hospitäler“. Mittendrin und zum Abschluss der Veranstaltung werden Christin Hempeler (Oboe) und Johannes Schwietering (Orgel) musizieren.

Die Veranstaltung ist für alle Gäste kostenlos.

Quelle: HNA

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