Start aus Schnapsidee: Allendorf feiert wieder Kirmes

Kevin Schönfeld

Allendorf. Gab es vor einigen Jahren noch in jedem Dorf eine Kirmes, so ist diese Schwälmer Tradition in den vergangenen Jahren immer mehr eingeschlafen.

1998 wurde in Frielendorf-Allendorf die letzte Kirmes, damals noch als Saalkirmes, gefeiert und viele Frielendorfer erinnern sich sicher gerne an die familiäre Atmosphäre der kleinen Kirmes, im Festsaal des Dorfgemeinschaftshauses.

Vor knapp einem Jahr kamen dann einige Jugendliche in geselliger Runde anlässlich des Sonnenwendfeuers am Silbersee auf die, Idee in Allendorf wieder eine Kirmes zu feiern.

„Das Ganze ist buchstäblich aus einer Schnapsidee entstanden“, sagt der Vorsitzende der Burschenschaft Frielendorf-Allendorf Kevin Schönfeld.

Rasch wurde die im Dornröschenschlaf liegende Burschenschaft reaktiviert und aus der Idee wurde ein konkretes Vorhaben.

Zunächst etwas skeptisch beäugt konnten die 18 jungen Frauen und Männer das ganze Dorf von ihrer Kirmesidee überzeugen und viele helfende Hände packten in dieser Woche mit an, als das 25-Meter-Zelt von Schwalmbräu auf „Reuter Schorschs Wiese“ aufgestellt wurde.

„Wir wollen was für unser Dorf machen und haben uns bewusst gegen den allgemeinen Trend entschieden und richten gemeinsam mit unserem Festwirt Claus Schmidt eine klassische Zeltkirmes aus“, sagte Kevin Schönfeld auf die Frage warum überhaupt Kirmes in Allendorf.

Um jeder Generation etwas zu bieten, wird in Allendorf am gesamten Wochenende etwas los sein. Den Anfang macht am Freitag eine 80er/90er Jahre Party, am Samstag folgt das traditionelle Burschenschaftstreffen. Den Abschluss der Kirmes bildet am Sonntag ein Zeltgottesdienst und Festzug. (zmh)

Quelle: HNA

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