Einstiges Gaswerk bietet viel Platz für Jugendarbeit

Start mit Energie: Neues Homberger Jugendzentrum eröffnet

Homberg. Es war einst ein Ort voller Energie und der soll es nun auch wieder sein: Das neue Jugendzentrum im Gaswerk in Homberg wurde am Donnerstagnachmittag offiziell eingeweiht.

Zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, um sich in dem offen und modern gestalteten Gebäude umzusehen. Vieles von dem, was die Gäste zu sehen bekamen, hatten im Vorfeld einige Homberger Jugendliche ausgesucht. „Die Fußböden und die Lampen“, nennt Larissa Marquardt vom Team der Stadtjugendpflege zwei von vielen Beispielen.

Vor fast zwei Jahren wurde mit den Bauarbeiten begonnen, nachdem lange darüber diskutiert wurde, ob man das einstige Gaswerk sanieren oder einen Neubau errichten solle. Letztlich entschied man sich für die Sanierung.

Jugendzentrum in Homberg eingeweiht

Viel über die Vergangenheit wurde bei der Eröffnung nicht geredet. Stattdessen zeigten sich die Besucher beeindruckt davon, was aus dem um 1900 entstandenen Gebäude geworden ist. Und das kann sich sehen lassen: Es gibt in dem offen und hell gestalteten Haus eine Küche, einen gemütlichen Bereich mit Sofa und ein großes Areal für Spiele wie Billard, Dart, Flipper und Co. Dieser Teil des Gebäudes kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Außerdem gibt es unter anderem einen Tanzraum, ein Mädchenzimmer, einen Fitnessbereich, Büro- sowie Besprechungsraum. Und im Nebengebäude findet man eine Werkstatt und einen Kreativraum. Viel Platz also für die Jugendarbeit, die künftig nur noch im Davidsweg angesiedelt ist.

So schaffe man eine Verbindung zwischen den jungen Leuten aus dem Bahnhofsgebiet und der Innenstadt, sagte Jugendpfleger Jan Schmitt im HNA-Gespräch. Auch die Efzewiesen wolle man mehr nutzen.

Nach der offiziellen Einweihung stand am Abend eine Eröffnungsparty ganz nach dem Geschmack der Jugendlichen an: „Mit Hip-Hop-Musik“, so Jan Schmitt.

• Termin: Am Freitag findet von 8.30 Uhr bis 18 Uhr ein Tag der offenen Tür im Jugendzentrum statt.

In Kürze

Die Kosten 

Die Gesamtkosten für die Sanierung betragen voraussichtlich maximal 1,18 Mio. Euro, erklärte Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Ursprünglich veranschlagt waren 300 000 Euro weniger. Die Kostensteigerung sei nicht erfreulich und man müsse noch klären, was da schief gelaufen sei, so Ritz weiter. Der Abbruch des Alten Gaswerks mit der Sanierung des Gesamtareals hätte 1,1 Mio. Euro gekostet.

Jetzt mit Bus 

Ein Geschenk machte der Stadtentwicklungsverein der Stadtjugendpflege: den Kleinbus des Vereins.

Geschichte 

Das Homberger Gaswerk ging 1904 an den Start. 1963 wurde die Gas-Produktion von Steinkohle als Grundstoff auf Flüssiggas umgestellt. Um 1976 hatte das Gaswerk ausgedient, anschließend wurde es als städtischer Bauhof genutzt.

Quelle: HNA

Kommentare