Statt Panik sind Lösungen gefragt

Flüchtlinge in Großsporthalle: Gudensberger Vereine stehen hinter Unterbringung

Wenn der Flüchtlingsstrom weiter anhält, sollen in ihre weitere Flüchtlinge untergebracht werden: Die Gudensberger Großsporthalle soll neben der Guxhagener und der Felsberger Großsporthalle eine Erstaufnahmeeinrichtung werden. Foto:  Zerhau

Gudensberg. Der Landkreis bereitet sich auf weitere Flüchtlinge vor. Die Gudensberger Großsporthalle ist neben Guxhagen und Felsberg eine von dreien, in der Asylanten untergebracht werden würden.

Noch gibt es keine konkreten Daten, Zahlen, Fakten, wohl aber eine Absicht: Die Gudensberger Großsporthalle soll einen Teil der Flüchtlinge aufnehmen, die zurzeit ins Land strömen. Carola Habenicht, beim TSV Deute Betreuerin der D-Jugend, hat noch keinerlei Vorstellung, wie das alles werden soll. „Die Informationspolitik ist nicht besonderns gut Es gibt viele Spekulationen und Gerüchte, aber nichts Konkretes.“ Viele Eltern riefen sie an und fragten nach Vorstellungen und Plänen, noch aber wisse sie auch nicht mehr als jeder andere. Carola Habenichts Vorstellung von der Zusammenarbeit im Gudensberger Sport: „Wir werden einfach enger zusammenrücken müssen - es gibt ja nichts an der Flüchtlingssituation zu rütteln.“

Das sieht auch Klaus Michael so. Der Freizeitkicker beim TSV Deute geht ganz pragmatisch an die Vorstellung heran, dass die Großsporthalle eventuell in den kommenden Monaten nicht nutzbar ist. „Es hilft nichts, wir müssen die Zeit überbrücken, wenn es soweit ist.“ Für Fußballer sei es bei weitem nicht so tragisch, die Halle nicht nutzen zu können wie für Handballer: Die Kicker könnten auf die Flutlichtanlage in Dissen ausweichen: „Wir werden den Trainigsbetrieb auf jeden Fall aufrecht erhalten.“

Die Badminton-Spieler vom TSV Eintracht Gudensberg aber werden im Winter keinesfalls draußen spielen können, dennoch bleibt Bernd Suhr völlig gelassen. „Das ist noch viel zu früh, um zu spekulieren. Wir wissen ja nicht mal, wie viele Leute eigentlich kommen sollen oder werden.“ Eines aber steht für Suhr fest: Die Unterbringung von Menschen, die von Lebensgefahr bedroht gewesen seien, habe absoluten Vorrang vor sportlichen Aktivitäten. Das sei zwar für die Sportler nicht schön, aber: „Man muss sich bewusst machen, dass die Menschen nicht zum Spaß aus ihrer Heimat flüchten.“

Die Großsporthalle werde ja auch nicht für immer und ewig als Unterkunft dienen: „Wir schieben keine Panik, sondern suchen Lösungen.“ Genauso sieht Sven Martin von JSG Metze/Chattengau die Lage: „Wir stehen als Verein dahinter, dass in der Halle Menschen untergebracht werden.“ Sein Verein könne die Situation mit Kompromissen und engerem Zusammenrücken auffangen. „Irgendwie kriegen wir das schon geregelt“, sagt Martin.

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Quelle: HNA

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