Klinikum Melsungen: Röntgenaufnahmen auf Film gehören der Vergangenheit an

Statt Riesenbilder eine CD

Röntgenraum: Sophie Mader (links) stellt im Asklepios Klinikum Melsungen die digitalen Bilder her, die Patienten auf CDs mit nach Hause oder in ihre Hausarztpraxis mitnehmen können, unser Bild zeigt die Leitende Assistentin mit Katja Claus und ihrem Sohn Jan Philipp (9). Foto: Grugel

Melsungen. Mit großformatigen Röntgenbildern unterm Arm verlässt künftig vermutlich niemand mehr das Asklepios Klinikum Melsungen. Denn das Krankenhaus arbeitet seit November in der Radiologie mit einem Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem auf der Basis digitaler Rechner und Netzwerk, kurz: PACS. Patienten können die Bilder auf einer CD mit nach Hause, ins nächste Krankenhaus oder zu ihrem Hausarzt mitnehmen.

PACS erfasst die Daten aller bildgebenden Geräte, seien es Bilder vom schichtweisen Röntgen, der Nuklearmedizin oder der Pathologie. Mediziner können sie dann an Spezialbildschirmen auswerten.

Aber noch mehr: Die Ärzte können sich an verschiedenen Standorten, so in Bad Wildungen, Schwalmstadt und Melsungen, die Daten zeitgleich auf ihre Rechner laden und sich über ein Krankheitsbild beraten, denn das Computersystem ist vernetzt. Oder sie können die Bilder im Operationssaal verwenden. Auch können sie sie mit einem rechnergesteuerten Werkzeugkasten nachbearbeiten und beispielsweise durch eine dreidimensionale Darstellungsform aussagekräftiger machen. Das Ganze geht unheimlich schnell, erleichtert Operationen und steigert den Informationsfluss, zählt Chefarzt Dr. Gunther Claus nur zwei von vielen Vorteilen des neuen Systems auf.

Mit PACS werden künftig nach Darstellung des Krankenhauseigners Asklepios Bildarchive und die damit verbundenen Arbeiten überflüssig. Der Zugriff auf die Bilddaten vereinfache sich, und die mitunter zeitraubende Suche nach Röntgenbildern entfalle.

Dafür sind nun alle Daten der Untersuchung an speziellen Arbeitsplatzrechnern abrufbar, so dass sie von Radiologen und anderen Medizinern begutachtet werden können. Ihre Befundberichte sind dann von den jeweils behandelnden Ärzten abrufbar, sei es im Operationssaal, in der Hausarztpraxis oder auf dem eigenen Rechner im Wohnzimmer. (lgr) www.asklepios.com

Quelle: HNA

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