In der Kurve wird's eng

Wenn sich auf der A 7 der Verkehr staut, rollen die Fahrzeuge durch Hilgershausen

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Es wird eng: Anwohner Marc Pick zeigt die Stelle an der Hilgershäuser Ortsdurchfahrt, an der es besonders eng wird für Sattelzüge.

Hilgershausen. Wenn sich auf der A 7 zwischen Malsfeld und Melsungen der Verkehr in der Baustelle für die Helterbachtalbrücke staut, dann herrscht in der Ortsdurchfahrt im Felsberger Stadtteil Hilgershausen Hochbetrieb.

"Viele Navigationsgeräte geben als kürzeste Strecke zur nächsten Autobahnauffahrt die Ortsdurchfahrt von Hilgershausen an", sagt Ortsvorsteher Heinrich Schmidt.

Die Ortsdurchsfahrt sei aber gerade im vorderen Bereich nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt. Viel zu eng ist die Straßen mit ihren Kurven dort.

"Schon mehrfach hat der Ortsbeirat den Wunsch geäußert, dass die Straße in diesem Bereich für den Schwerlastverkehr gesperrt wird", sagt Heinrich Schmidt. Als Ausweichstrecke böte sich die Raiffeisenstraße und die Straße Im Iller an. Die Stadt wisse von diesem Problem. Gehört habe man von der Stadt bisher aber nichts. Das ärgert die Anwohner. Marc Pick wohnt direkt an der Kurve, an der es besonders eng wird. Bereits im Herbst 2012 kurz nachdem die Baustelle zwischen den Anschlussstellen Melsungen und Guxhagen eingerichtet wurde habe er das Felsberger Ordnungsamt informiert. Vor einiger Zeit habe es dann einen Ortsrundgang gegeben, berichtet Pick. "Aber von den Anwohner wurde da keiner gefragt. Das hat mit Bürgernähe nichts zu tun." Auch der Ortsbeirat sei nicht eingeladen gewesen, sagt Heinrich Schmidt. Da müsse man sich als Ortsbeirat doch die Frage stellen, ob es etwas bringe, wenn man solche Anliegen an die Stadt weitergebe. "Das Mindeste wäre doch, dass wir zu einem Ortsrundgang eingeladen werden", sagt Schmidt.

Marc Pick, Benjamin Schmidt, Wolfgang Laus und Heinrich Schmidt ist wichtig, dass bald eine Lösung gefunden wird. Denn auch viele Familien mit Kindern wohnen entlang der Ortsdurchfahrt. "Wir wollen nicht warten, bis hier etwas passiert", sagen sie.

Noch besser als die Umleitung des Verkehrs über die Raiffeisenstraße im Ort wäre laut Benjamin Schmidt ein Frühwarnsystem, dass den Verkehr ab Homberg/Efze über die A 49 leitet.

Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz kündigte auf HNA-Anfrage eine Verbesserung der Situation an: „Ich werde in der kommenden Woche veranlassen, dass das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden eine Umleitung des Schwerlastverkehrs über die Raiffeisenstraße/Im Iller ausschildert.“ Eine großräumigere Umleitung sei nach Einschätzung der Unteren Verkehrsbehörde nicht zu realisieren, sagte Steinmetz. Wichtig sei, an der Ortsdurchfahrt für die Sicherheit der Fußgänger zu sorgen. An der Umleitungsstrecke sei die Situation für Fußgänger besser.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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