Staupe jetzt im Altkreis angekommen: Lebensgefahr für Hunde

Die Krankheitswelle rollt durch den Altkreis Wolfhagen: Im Nordkreis rund um Hofgeismar waren vor wenigen Wochen die ersten mit Staupe infizierten Waschbären aufgetaucht. Inzwischen ist die Seuche, die nicht nur Waschbären, sondern auch andere Fleischfresser wie Hunde befällt, im Altkreis angekommen.

„Wir haben aktuell rund um Zierenberg und im Stadtgebiet allein mehr als 30 infizierte Waschbären und einen Dachs erlöst“, erklärt die Vorsitzende des örtlichen Jagdvereins Britta Hartmann-Barth aus Breuna. Auch Habichtswald sei betroffen. Sie rechnet damit, dass die ersten kranken Tiere in Kürze auch in Wolfhagen und Umgebung gesichtet werden.

Durch die Krankheit würden die Tiere jeden Fluchtreflex verlieren und weder vor Mensch noch Hund Scheu zeigen. Während dem Menschen keine Gefahr droht, kann sich der Hund allein durch Schnüffeln an dem kranken oder toten Tier infizieren. Das Staupevirus ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen.

Veterinäramt und Jäger empfehlen, Hunde mit einer Impfung vor Staupe zu schützen. Vorsicht sei vor allem beim Waldspaziergang geboten. Durch das Vordringen von Wildtieren in die Wohngebiete könne es aber auch dort zur Ansteckung kommen. Je mehr Wildtiere betroffen seien, desto größer sei auch das Ansteckungsrisiko für den Hund“, sagt Hartmann-Barth.

Nach Auskunft des Veterinäramtes müssen Waschbären, Füchse oder Marder mit verdächtigen Krankheitssymptomen in Wald und Gemarkung vom zuständigen Jäger tierschutzgerecht getötet werden. In der Ortslage ist die Polizei zuständig.

Tote Waschbären müssten tierseuchengerecht entsorgt werden, weil andernfalls die Infektionsquelle nicht ausgeschaltet sei, erklärt Landkreis-Pressesprecher Harald Kühlborn.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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