"Bürger vor Ort einbinden"

Stefan Giebel aus Bad Emstal will Landrat im Kreis Steinfurt werden

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Will Landrat werden: Dr. Stefan Giebel, gebürtig aus Bad Emstal, tritt als SPD-Kandidat im Kreis Steinfurt (NRW) an.

Bad Emstal. In Homberg hat Stefan Giebel (SPD) es als Bürgermeister-Kandidat versucht und ist gescheitert, in Ahnatal hat er seine Kandidatur zurückgezogen.

Nun will er zum Landrat im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen gewählt werden.

Seit 1999 ist CDU-Mann Thomas Kubendorff Landrat im Kreis Steinfurt, am 13. September will SPD-Kandidat Giebel ihn ablösen. Kubendorff wird nicht mehr antreten, heißt es bei der Kreisverwaltung. Bislang gibt es drei Kandidaten für die Wahl. Im Juni können jedoch noch weitere Bewerber ihren Hut in den Ring werfen.

„Freude an Demokratie“ 

Wahlkampf-Erfahrung hat der 38-Jährige in den vergangenen Jahren gesammelt. Beispielsweise im vergangenen Jahr, als er sich für das Amt des Bürgermeisters in Homberg bewarb. „Der Wahlkampf in Homberg war anstrengend: fünf Kandidaten und für mich ein Wahlkampf von neun Monaten, jedoch hat es auch viel Spaß gemacht und ich konnte eine Menge an Erfahrungen sammeln“, sagt er über diese Zeit.

Kurz vor der Bürgermeisterwahl in Ahnatal - ebenfalls im vergangenen Jahr - hatte Giebel für einen Eklat gesorgt, weil er seine Kandidatur kurzfristig zurückzog. „Es standen meines Wissens mehrere Kandidaten zur Verfügung. Ich hatte rechtzeitig mitgeteilt, dass ich aufgrund der beruflichen Belastung und aus privaten Gründen zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung stand“, betont der SPD-Politiker.

Derzeit leitet Stefan Giebel den Kriminologischen Dienst für den Justizvollzug in Thüringen, doch ihm „liegt es am Herzen, den Bürger vor Ort in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden. Nachvollziehbarkeit der Entscheidung, Teilhabe aller an der Entscheidungsfindung und die Freude an einer lebendigen Demokratie sind mir dabei wichtig.“ Sollten sich die Wähler des rund 435 000 Einwohner starken Kreises für ihn entscheiden, will er nicht alles anders machen, „sondern eine Menge besser“. Der Kreis sei in vielen Bereichen gut aufgestellt. „Das bedeutet auch, dass dies in Zukunft so bleiben soll. Dafür sind die künftigen Herausforderungen rechtzeitig politisch anzugehen.“ Das Münsterland und seine Herausforderungen reizen ihn, sagt er.

Und was wird er machen, sollte es mit der Wahl im September nicht klappen? „Ich bin bodenständig. Natürlich bleibe ich dann in meinem jetzigen Beruf.“ Wird Giebel gewählt, würde das für den Bad Emstaler auch finanziell lohnenswert sein. Der Landrat des Kreises Steinfurt ist in der Besoldungsgruppe B7 eingeordnet. Das Grundgehalt liegt bei rund 8000 Euro brutto im Monat, hinzu kommt dann unter anderem noch eine Dienstaufwandsentschädigung.

Quelle: HNA

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