Siedlergemeinschaft Gudensberg feierte ihren Geburtstag mit einem Festakt

Stein auf Stein seit 75 Jahren

Eine starke Gemeinschaft: von links Erika Riechard, Sigrid Utermöhlen, Konrad Steinbach, Meinhard Leidheiser, Karl Weber, Brigitte Weber, Michael Heß, Vorsitzender Wilfried Utermöhlen, Käthe Lehnhardt, Ottmar Lehnhardt, Andrea Heß und Anna Steinbach feiern das Jubiläum. Foto:  Först

GUDENSBERG. Als die Siedlergemeinschaft Gudensberg vor 25 Jahren ihren 50. Geburtstag feierte, begrüßte Kurt Steinbach die Gäste noch als Vorsitzender. Jetzt, zum 75-jährigen Bestehen, wurde ihm eine besondere Ehre zuteil: Landesvorsitzender Rudi Bauschke ernannte Steinbach zum Ehrenvorsitzenden.

Zur Jubiläumsfeier hatten die Mitglieder des Vereins zu einer in den festlich geschmückten Saal des Gudensberger Bürgerhauses eingeladen und neben allerlei kulinarischen Genüsse auch ein musikalisches Programm vorbereitet. Dazu gehörten Auftritte der Chorgemeinschaft Gudensberg, des Gitarrenchors Saitenspiel und den Original Chattengauern.

Erste Gespräche schon 1932

Steinbach stellte anhand der wichtigsten Jahreszahlen die Entwicklung der Gemeinschaft dar. Bereits im Jahr 1932 habe es erste Gespräche über den möglichen Bau einer Siedlung gegeben. Drei Jahre später bot der damalige Bürgermeister Brede das Gelände an der Mader Straße an.

So wurde 1936 die Siedlergemeinschaft Gudensberg gegründet, die dem Siedlerbund beitrat. Bereits ein Jahr später gab es 28 Bewerber für die kleine Siedlung in der Hugo-Brunner-Straße.

Nach einem weiteren Jahr wurden die ersten Häuser gebaut. Vieles, so schilderte Steinbach, wurde in Eigenleistung erbracht, etwa Kanalarbeiten.

Im Juli und August 1939 bezogen die ersten Familien ihre eigenen vier Wände. Die Zahl der Mitglieder stieg stetig an, 1964 waren es bereits 120. 1956 wurde ein Gerätehaus in der Heinrich-Heine-Straße eröffnet. Der damalige Landrat August Franke gründete im selben Jahr die Kreisgruppe der Siedlergemeinschaft.

Im Jahr 1968 wurden eine Frauen- und eine Jugendgruppe ins Leben gerufen, 1969 entstanden weitere Siedlerstellen in Gudensberg, diesmal am Lamsberg.

Bis heute ist das Vereinsleben rege. Es reicht von Faschingsfeiern, der Teilnahme an Viehmarktsumzügen bis zum Verkauf Eintopf, Getränken und Kuchen bei den Stadtfesten.

Tagesfahrten, Wanderungen, Grillabende, Adventsfeiern und vieles mehr sorgen dafür, dass es den Gudensberger Siedlern auch 75 Jahre nach ihrer Gründung nicht langweilig wird.

Von Rosemarie Först

Quelle: HNA

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