Betreiber will die Fläche zum Abbau von in der Region genutztem Basalt verdoppeln

Steinbruch soll wachsen

Nur noch die Genehmigung fehlt: Der Steinbruch bei Röllshausen soll in Blickrichtung erweitert werden, damit weiter abgebaut werden kann. Foto:s Lammel

Röllshausen. Die Fläche des Bastaltsteinbruchs bei Röllshausen soll auf zwölf Hektar verdoppelt werden. Das entspricht etwa 16 Fußballfeldern. Dafür muss ein Waldstück am nordwestlichen Ende der Grube weichen. Das teilte Hans Burkert, Vorsitzender der Waldinteressenten Röllshausen - Salmshausen, mit. Die Artenschutzbehörde habe den entsprechenden Abschnitt bereits geprüft.

„Wir warten nur noch auf die erforderlichen Genehmigungen“, erklärte Heribert Giebel, Prokurist von Giebel Steinbruch. Die Firma mit Sitz in Eiterfeld betreibt den Basaltbruch seit knapp fünf Jahren und führt noch acht weitere Steinbrüche. Zur Unternehmensgruppe gehören zudem eine auf Schwertransporte spezialisierte Spedition, eine Baugesellschaft sowie die Sparte Hoch- und Brückenbau.

Die Ausweitung der Fläche sei nötig, damit weiter abgebaut werden könne. „Umso tiefer die Grube ist, desto steiler werden die Wände“, sagte Giebel. Bis der Moment erreicht sei, an dem es nicht mehr weiterginge. Bei der aktuellen Größe sei der Abbau in spätestens drei Jahren nicht mehr möglich. Erst kürzlich wurde ein Teil der Steinkante gesprengt, um abgetragen zu werden. Damit sich der Ausbau lohne, sei mit Hilfe einer 40 Meter tiefen Bohrung die Größe des Basaltvorkommens geprüft worden – mit Erfolg.

80 Tonnen schweres Gerät

Zusätzlich zur Erweiterung wurde bei der Gemeinde auch die Nutzung einer mobilen Brechmaschine beantragt. Das etwa 80 Tonnen schwere Kettenfahrzeug könne am Grund der Grube genutzt werden. „Ein Bagger kippt das Gestein in einen Trichter, und die Maschine zerkleinert den Basalt direkt vor Ort“, erklärte Giebel. So müsse das Gestein nicht noch aus der Grube zu einem zusätzlichen Brecher transportiert werden. Das schwere Gerät mit einem Wert von etwa 1,4 Millionen Euro würde aber nicht dauerhaft in Röllshausen bleiben. „Die Maschine schafft 3000 Tonnen Basalt am Tag“, so Giebel. Zwischen 80 000 und 100 000 Tonnen Basalt produziere der Steinbruch laut Burkert im Jahr, das entspräche etwa einem Monat Arbeit für den mobilen Brecher.

„Die Menge ist stark von der Nachfrage unserer Kunden abhängig“, betonte Giebel. Aufgrund des begrenzten Einzugsgebietes des Steinbruchs werde der Basalt vor allem für Straßen- und Kanalbauarbeiten in Schwalmstadt, Neukirchen und Alsfeld genutzt, die Kunden sind Baufirmen aus der Region.

Abbau nach Nachfrage

„Wenn die Kommunen weniger Geld zum Bauen haben, wird bei uns auch weniger Basalt abgenommen“, erläuterte Giebel.

Von der Nachfrage ist auch die Anzahl der Arbeiter im Steinbruch abhängig. Wenn gerade nicht abgebaut wird, seien meist nur zwei Arbeiter vor Ort, in den Abbauzeiten entsprechend mehr.

Von Sebastian Lammel

Quelle: HNA

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