Gunter Demnig berichtete über sein Projekt Stolpersteine

Steine der Erinnerung

Großropperhausen. Gunter Demnig, Künstler und Initiator des Projekts Stolpersteine, sprach kürzlich in Großropperhausen. Eingeladen hatte ihn die Initiative „Runder Tisch Großropperhausen – Toleranz fördern, Kompetenz stärken“.

In Großgropperhausen sprach Demnig nicht nur Projekt, sondern auch über seine künstlerische Entwicklung. Das Projekt Stolpersteine begann er im Jahr 2000. Mit den Messingpflastersteinen, eingebaut in Gehwegen vor den Häusern der ehemaligen Bewohner, will er inzwischen weltweit an die Opfer des Hitler-Regimes erinnern.

Hierzu zählen Juden, aber auch Sinti und Roma, Homosexuelle und politisch Verfolgte. Über 32 000 Stolpersteine aus Messing mit Inschriften zu den Opfern sind an 500 Orten allein in Deutschland in das Pflaster eingelassen. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagte Demnig in Großropperhausen.

Die Stolpersteine sollen als langfristiges Projekt nach einer Vorbereitungsphase auch in Großropperhausen installiert werden, um die Erinner- ung an die Opfer der NS-Zeit lebendig zu halten. Im Projekt Runder Tisch arbeiten Jugendliche und Erwachsene zusammen.

Der Vortrag von Demnig wurde über das Projekt des Schwalm-Eder-Kreises „Gewalt geht nicht!“ im Bundesprogramm „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ finanziert. (ras)

Quelle: HNA

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