Steinwaldschüler nimmt mit Elektroauto am Hessen-Solarcup teil

Die Arbeit hat sich gelohnt: Tjorben Fischer mit seinem Modellauto, das mit einer Solarplatte angetrieben wird. Foto: Göbel

Neukirchen. Für ferngesteuerte Elektroautos hat er schon immer eine Schwäche gehabt, sagt Tjorben Fischer aus Schrecksbach über sich.

Der 17-jährige Realschüler der Neukirchener Steinwaldschule schrieb für seine Abschlussprüfung eine Hausarbeit zum Bau eines Modellautos, das mit Solarplatten angetrieben wird. Doch die Theorie allein reichte dem Technik-Fanatiker nicht: Um beim Hessen-Solarcup teilnehmen zu können, baute der Schüler ein solches Solarmobil. Damit werden er und zwei weitere Mitschüler am 1. Juni ihre Schule bei dem Wettbewerb der Uni-Kassel vertreten.

„Ich habe von dem Solarcup gehört und mich beworben. Kurz danach kam die Einladung der Uni, dass ich an dem Wettbewerb teilnehmen darf“, sagt Fischer stolz. Für den Realschüler ist die Teilnahme ein außergewöhnliches Vorhaben, denn normalerweise treten eher ältere Schüler und Studenten gegeneinander an, sagt der 17-Jährige.

Das theoretische Wissen las sich Tjorben Fischer nach und nach an: „Ich wusste zwar schon viel über Elektroautos, aber wie eine Solarplatte funktioniert, das musste ich neu lernen.“ Die Schule unterstützt Tjorbens Vorhaben: „Wir sehen es sehr positiv, wenn Schüler ihre Kompetenzen nutzen und unsere Erwartungen weit übertreffen“, sagt der stellvertretende Schulleiter und Physiklehrer Olaf Rödiger über Tjorbens Projektarbeit.

Um den Bau eines Solarmobils umzusetzen, schaute sich Fischer zunächst im Internet nach Solarplatten um. Da professionelle Solarplatten mehrere Hundert Euro kosten, schilderte der Schüler einem Solartechnikhersteller in einer E-Mail sein Vorhaben und bekam prompt eine solche Platte geschenkt. Das passende Fahrgestell bekam er ebenfalls gesponsert.

Nach einigen Wochen Tüftelei war das Werk vollbracht. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Per Fernbedienung lässt sich der Wagen steuern, der etwa 15 Kilometer pro Stunde zurücklegt. Angetrieben wird er durch Sonnenenergie, die von der Solarplatte aufgenommen und von einem Akku gespeichert wird, erläutert Tjorben Fischer.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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