Nachtragshaushalt passierte nur knapp Parlament – Euro-Art-Treffen in der Diskussion

Stelle für die Kunst: Euro-Art-Treffen in der Diskussion

Platz für viel Kultur: Das Gerhardt-von-Reutern-Haus mit der Kunsthalle wird 2013 Ziel für Gäste aus 21 Nationen sein. Foto: Grede

Willingshausen. Nur knapp passierte der Willingshäuser Nachtragshaushalt das Parlament (15 Ja- und 13 Nein- Stimmen). Der Knackpunkt: 15.000 Euro Personalkosten, die für die Stelle der Leiterin der Willingshäuser Kunsthalle in den Nachtragshaushalt eingestellt wurden und dort im Zusammenhang mit dem Euro-Art-Treffen 2013 aufgeführt werden.

SPD-Sprecher Heinz Knoch forderte für seine Fraktion, diesen Posten aus dem Haushalt zu streichen, bekam dafür letztendlich aber keine Mehrheit (13 Ja- und 13 Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen). Seine Kritik: Zwar habe das Parlament der Euro-Art, dem Treffen internationalen Treffen der europäischen Künstlerkolonien, grundsätzlich grünes Licht gegeben. Dennoch sei vereinbart worden, alle damit verbundenen Kosten dem Parlament vorzulegen. „Und prompt ist das nicht geschehen“, monierte der SPD-Mann.

Diese Summe sei nicht direkt im Zusammenhang mit dem Euro-Art-Treffen zu sehen sondern mit der Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft (WTB), versuchte CDU-Sprecher Stefan Völker zu beschwichtigen: „Gibt es bei der WTB ein Defizit, ist die Gemeinde in der Pflicht.“

Das unterstrich auch Bürgermeister Heinrich Vesper: „Die WTB ist eine GmbH, die Gemeinde war zum Handeln gezwungen.“ Ein Informationsdefizit sah er allerdings nicht gegeben. Die Gemeinde habe die Entscheidung getroffen, die Stelle zu besetzen, und das Parlament sei informiert gewesen. Es sei niemand eingestellt worden, um das an einem Wochenende stattfindende Euro-Art-Treffen zu organisieren. Vesper: „Wir wollen nachhaltig die Kultur und den Tourismus in Willingshausen stärken.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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