Fallschirmspringer traten bei internationalem Wettbewerb an

+
Gut gelandet: Zehn Teams, bestehend aus jeweils fünf Fallschirmjägern, nahmen am Wettbewerb auf dem Ziegenhainer Segelflugplatz teil.

Ziegenhain. In 3600 Meter Höhe kreiste gestern eine Transall C 160 der Bundeswehr hoch über dem Segelflugplatz in Ziegenhain. Plötzlich lösten sich dunkle kleine Punkte, stürzten in die Tiefe und bildeten nur Sekunden später eine sternförmige Formation.

Kurz danach lösten sie sich wieder voneinander, und nach einiger Zeit sah man die Fallschirme der Springer wie Pusteblumen am Himmel über Ziegenhain schweben. Zum bereits dritten Mal hatte die Division für Spezielle Operationen aus Stadtallendorf an drei Tagen in Ziegenhain bei bestem Sprungwetter die Sprungdisziplinen des internationalen Fallschirmjägerwettkampfs der Bundeswehr organisiert.

Zehn Teams nahmen teil, darunter Mannschaften aus Polen und der Schweiz. Die Teams aus jeweils fünf Soldaten hatten am Montag mit sportlichen Höchstleistungen im 100 Meter Kleiderschwimmen, zwölf Kilometer Geländelauf und beim Schießen mit Gewehr G 36 und Pistole P8 den Wettbewerb um die begehrten Auszeichnungen des Veranstalters begonnen.

Fallschirmspringer auf Ziegenhainer Segelflugplatz

Für die Mannschaften standen insgesamt vier Wertungssprünge, von denen der beste gewertet wurde, auf dem Programm. Mit jeder Mannschaft sprangen auch zwei Schiedsrichter.

Die Springer mussten die Transall über die offene Heckklappe verlassen. Die Teilnehmer sprangen den „Speedstar“: Dabei versuchten die fünf Teammitglieder im freien Fall in möglichst kurzer Zeit die Formation eines Sternes einzunehmen; jeder Springer festgehalten an den Armen des anderen. Diese Formation musste für eine bestimmte Zeit gehalten werden.

Videoaufnahmen durch die Schiedsrichter, die nach der Landung anschließend sofort ausgewertet wurden, ließen hinterher erkennen, ob auch in der Luft alles richtig gemacht worden war. Abweichungen von den Vorgaben bedeuteten einen Punktabzug.

Bei der Landung mussten alle fünf Sprunger zeitgleich in einem Sektor von 100 mal 100 Meter ankommen, was die erfahrenen Springer bei den herrschenden Rahmenbedingungen kaum vor größere Probleme stellte.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

Kommentare