Gäste schwärmen über Sternenhimmel im Engelssaal

24 HNA-Leser erkunden bei Exklusiv-Führung das renovierte Kloster Haydau

Staunen über moderne Architektur: Auch Hotel, Seminar- und Tagungszentrum schaute sich die Gruppe an.

Altmorschen. Im Kloster Haydau sowie rund um das historische Gebäude haben Architekten, Bausanierer und Denkmalpfleger hervorragende Arbeit geleistet. Die Gesamtanlage sei ein Kleinod, ein Glücksfall. Darüber waren sich 24 HNA-Leser nach einer Führung einig.

Erstmals bot die HNA mit dem Förderverein Kloster Haydau und der Compass Group, die für die B. Braun Melsungen AG das Hotel Kloster Haydau und das Seminar- und Tagungszentrum betreibt, eine Führung an. Über drei Stunden lang informierten Klosterführer Joachim Kohlhaas, Sarah Zwick, Sales-Manager des Hotels, und Michael Kreter vom Kasseler Architektur- und Ingenieurbüro Kreter Peters Lubenow über das, was sich seit 1985 getan hat.

Kultureller Höhepunkt

„Klasse, dass die HNA solch einen kulturellen Höhepunkt anbietet“, sagte Manfred Kewitz aus Homberg. Und Tanja Fennel-Trieschmann aus Sipperhausen meinte: „Es ist so interessant, ich hätte noch lange zuhören können.“

Unsere Leser wandeln auf den Spuren der bis zu 50 Zisterzienserinnen, die einst in dem Kloster lebten. Unter dem hölzernen Tonnengewölbe des Engelssaales geriet Klosterführer Kohlhaas ins Schwärmen: „Das ist einmalig schön.” Einst war der Nachthimmel mit den Engeln dunkelblau. Die Sterne hoben sich in Goldfarben von dem blauen Wolken ab. Doch der Glanz verblasste. Von 1948 bis 1974 war im Saal mit dem Alabaster-Kamin eine Näherei untergebracht. Eine Zwischendecke hielt das Tageslicht fern. Die Farben wurden dunkler.

Exklusive Führung durch das Kloster Haydau

„Die Decke sah fürchterlich aus”, sagten viele Menschen. „Ich wollte die Decke wieder farbig haben.“ Aber Bezirksdenkmalpflegerin Katharina Thiersch aus Marburg lehnte das ab. Heute sei er dafür dankbar, sagte Kohlhaas.

Historische Bausubstanz

Einmalig ist, was aus Marstall, Kutscherhaus und Klosterscheune geworden ist. Als man 2006 mit dem Gesamtkonzept für das Tagungs- und Seminarzentrum begann, war das Gebäude in einem desolaten Zustand. Architekt Kreter belegte dies mit Fotos. Und er erläuterte, wie vorsichtig man mit der historischen Bausubstanz umgehen musste. Beim Beseitigen alter Rauch- und Ruß-Spuren half Backpulver.

Im neuen Hotel erfuhren die HNA-Leser von Sarah Zwick, dass man beim Fußbodenbelag der Flure die Farben aus dem Wappen der Zisterzienserinnen übernommen habe – Rot und Silber.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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