Gemeinsam durchs Leben

Stets fröhlich: Elise und Heinrich Bückert feiern Eiserne Hochzeit

Optimismus als Motto: Elise und Heinrich Bückert sind seit 65 Jahren verheiratet. Foto: Eberlein

Fritzlar. Schöne, aber auch schwere Zeiten haben Elise und Heinrich Bückert aus Fritzlar gemeistert - und sind bis heute zwei fröhliche Menschen geblieben. Mittwoch sind sie 65 Jahre verheiratet und feiern das Fest der Eisernen Hochzeit.

1946 hatten sie sich kennen gelernt, in Raboldshausen, wo Elise Göbel mit ihrer Familie lebte. Erst kurz zuvor war Heinrich Bückert aus russischer Gefangenschaft zurück gekommen. An Weihnachten 1947 haben sich die beiden verlobt, am 17. September 1949 gaben sie sich mit Zylinder und einem Hochzeitskleid aus amerikanischer Fallschirmseide das Jawort.

Zimmer war nur ein Loch 

Als gelernte Elektromechaniker arbeitete der gebürtige Kasselaner ab 1951 in Fritzlar und wollte mit seiner Frau auch dort wohnen. An ein Zimmer an seinem Arbeitsort war jedoch nicht zu denken. Lange dauerte es, bis die kleine Familie, zu der mittlerweile auch ein Töchterchen gehörte, eine dunkle und enge Wohnung in Fritzlar bekam.

Ungerne erinnert sich Elise Bückert an diese Behausung und schimpft bis heute auf das - wie sie sagt - Loch, in dem sie leben mussten. Froh war sie, als sie sich das eigene Haus kauften und endlich ein schönes Zuhause besaßen, in dem sie sich noch immer wohl fühlen.

Mit 42 Jahren allerdings hatte Heinrich Bückert noch einmal den Ehrgeiz, sich zu verändern. Mittlerweile war er bei der Bundeswehr beschäftigt und bekam die Möglichkeit, eine Beamtenlaufbahn zu ergreifen.

Dafür musste er aber noch einmal die Schulbank drücken. Mit dem neuen Ziel vor Augen, Fleiß und der Unterstützung durch seine Familie, bestand er die Verwaltungsschule und konnte die neue Stelle als Meteorologietechniker im Beamtenverhältnis antreten.

Zeit für Freunde 

Seine Arbeit nimmt einen großen Teil in seiner Lebensgeschichte ein und doch blieb dem Ehepaar stets die Zeit für Freunde und zum Reisen. Noch immer finden regelmäßige Treffen mit Freunden statt. Und auch sonst gehören die beiden noch lange nicht zum alten Eisen. „Ich kann mich doch nicht einfach hinsetzen“, scherzt Elise Bückert, denn dafür fühlt sie sich noch zu jung. Daher bestellt sie gemeinsam mit der Enkeltochter und deren Mann noch immer den Garten, aus dem sie sich zu einem Großteil ernähren. „Man muss immer optimistisch bleiben“, so lautet ein Motto des Ehepaares und daran halten sie sich auch.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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