Stille Tage des Erinnerns

Nur wer vergessen wird, ist tot. Die Trauer um Verstorbene ist fester Bestandteil unseres Lebens. An gesetzlich geschützten „stillen Tagen“ wie Allerheiligen und dem Totensonntag besuchen viele Menschen den Friedhof.

An der Grabstätte pflegen sie den inneren Dialog mit dem geliebten Menschen und spüren die andauernde Verbundenheit. Je nach Bundesland schreiben die Feiertagsgesetze sogenannte „stille Tage“ oder „stille Feiertage“ vor.

In der christlichen Tradition gehören dazu die drei Gedenktage im November, Aller-heiligen, Allerseelen und Totensonntag. Hinzu kommt der Volkstrauertag, der vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. zum Gedenken an die Kriegstoten aus den Weltkriegen angeregt wurde.

Die Gedenktage haben zwar einen unterschiedlichen Hintergrund in der Entstehung, verfolgen aber das gleiche Ziel: Sie sind Tage des Innehaltens und der Trauer um Familienangehörige, Freunde und Bekannte. Während der Gedenktage werden die Grabstätten besucht. Der Blick zurück hilft, sich auf die eigenen Wurzeln zu besinnen, auch wenn berufliche oder persönliche Mobilität viele Menschen weit weg vom Heimatort geführt haben. „Ein individuell gestaltetes Grabdenkmal hilft den Angehörigen, ihren Schmerz zu bewältigen und das kostbare Andenken zu pflegen. Das geschieht besonders dann, wenn die Hinterbliebenen und der Steinmetz gemeinsam die Idee für ein solches Grabmal entwickeln“, erklärt Gustav Treulieb, Bundesinnungsmeister im Bundesverband Deutscher Steinmetze.

Individuelle Grabmale

Der Steinmetzmeister vor Ort leistet damit einen wichtigen Beitrag in der Trauerbewältigung. Nach einfühlsamen Beratungen mit den Angehörigen schafft er ein un-verwechselbares Grabdenkmal. Naturstein, Synonym für Natürlichkeit und Unvergänglichkeit, bietet in Kombination mit anderen Materialien wie Holz, Glas, Keramik und Metall eine beeindruckende Vielfalt an Möglichkeiten, der Persönlichkeit des Verstorbenen Ausdruck zu verleihen. Viele Kunden wünschen sich ganz bewusst Stein aus der nahen Umgebung ihres Wohnortes, der ursprünglichen Heimatregion des Verstorbenen oder aus der des oft besuchten Urlaubsortes.

Die Persönlichkeit würdigen

Gestalterisch gibt es viele Möglichkeiten, das Leben des Toten noch einmal darzustellen: Beruf, Hobbies, Interessen oder Charaktereigenschaften – all das macht deutlich, wie wichtig und bedeutsam das Leben jedes Einzelnen war. Eine Angel für den passionierten Fischer, ein Zitat vom Lieblingsautor in der persönlichen Handschrift oder Pinsel und Farben für den Malermeister: Dem Steinmetz steht eine große Vielfalt an Ornamenten und Oberflächenbearbeitungen zur Verfügung, er ist ein Meister der gestalteten Schrift. Besonders geeignet sind Natursteine, die in Europa gewonnen werden. Sie besitzen eine lange Tradition und sind durch ihre kurzen Transportwege ökologisch. (nh)

Quelle: HNA

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