Gemeinde investiert 20 000 Euro in Beiseförther Freizeitgelände - Mähen der Wasserpflanzen soll die Gewässerqualität steigern

Stiller Badesee mit etlichen Tücken

Ausspannen: Camper Peter Klemm aus Zierenberg schätzt den Badesee Beiseförth und setzte sich bei der Gemeinde für mehr Wasserqualität ein. Foto: Grugel

Malsfeld. Noch in diesem Jahr werden die Wasserpflanzen im Beiseförther Naturbadesee gekappt. Das und noch weitere Aktionen beschloss das Gemeindeparlament mit Blick auf die Attraktivität des Freizeitgeländes mit Campingplatz und Café.

20 000 Euro stehen zunächst bereit, um die Wasserqualität des Badesees zu verbessern, eine Treppe zum Campingplatz zu sanieren, ein Spielplatzgerät zu kaufen, neue Lampen aufzustellen und die sanitären Anlagen zu verbessern. Insbesondere von der Pflanzenmahd verspricht sich die Verwaltung, dass Badelustige den See im Sommer nächsten Jahres nutzen können. Hochwasser hatte dieses Jahr den Baggersee mehrmals mit phosphathaltigem Fuldawasser überschwemmt, und die lang anhaltende Sommerhitze hatte eine Algenplage mit sich gebracht, sodass niemand mehr schwimmen konnte.

Über diese Sofortmaßnahmen hinaus hat sich das Parlament einstimmig für das Ausarbeiten eines neuen Nutzungskonzepts für das Campingplatzgelände samt Baggersee entschieden. Künftig sollen dauerhafte finanzielle Belastungen wie die anstehende Pflanzenmahd vermieden und der Freizeitwert mit Blick auf die Tourismus-Region Mittleres Fuldatal gesteigert werden.

Baden notfalls einstellen

Für ein neues Nutzungskonzept hatte sich im Parlament per Antrag die GL-Fraktion stark gemacht. Dabei vertrat Dr. Johannes Heyn die Ansicht, bei Seen wie dem in Beiseförth seien durch Aktionen wie die Pflanzenmahd so gut wie nie nennenswerte langfristige Erfolge eingetreten. Mit Glück verbessere sich die Wasserqualität für zwei Jahre. Deshalb müsse ein langfristiges Konzept her, das möglicherweise auch einschließe, das Gelände ohne Badebetrieb zu entwickeln – zumal die von der Europäischen Union zu erwartenden Auflagen für Bäder in den nächsten Jahren deutlich mehr werden dürften.

Mit überschaubaren Mitteln könne man etwas für den traditionsreichen Badesee tun, warb Claudia Kaiser (SPD) für die Sofortmaßnahmen. Bei den Investitionen gehe es nur um elementare Grundlagen für einen in die Jahre gekommenen Campingplatz mit See.

Klaus Rehs (CDU) sprach von einem bislang immer gut frequentierten Badesee, der mit dem Campingplatz und dem Café am Ort eine Einheit bilde und Entwicklungspotenzial habe. Reinhold Hocke (FDP) wollte die Anlage so gestaltet wissen, dass sie dauerhaft nutzbar bleibe. Dabei müsse man nicht kleckern, sondern klotzen. (lgr)

Quelle: HNA

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