Frühjahrssynode: Kirchenkreis positioniert sich zur Spardiskussion der Landekirche

Die Stimme soll ertönen

Schwalm. Kirche der Zukunft ist Kirche in der Region. So positioniert sich der Kirchenkreis Ziegenhain im aktuellen Diskussionsprozess innerhalb der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Bei ihrem jüngsten Treffen in Michelsberg beschäftigten sich die Synodalen des Kirchenkreises mit dieser Thematik.

Basis für die Diskussion ist eine Empfehlung des Zukunftsauschusses der Landeskirche. Demnach sollte es angesichts demografischer Veränderungen unter anderem Ziel sein, bis 2026 rund 50 Millionen Euro einzusparen und die Pfarrstellen um 25 Prozent zu reduzieren.

„Wir wollen unsere Stimme erheben, damit wir als Kirchenkreis gehört werden“, erklärte Christian Wachter im Gespräch mit der HNA. Ein Ausschuss der Kreissynode formulierte Eckpunkte, die nun zur Diskussion in die Kirchengemeinden getragen werden. Hier einige Auszüge:

• Kirchengebäude sollen erhalten bleiben und werden multifunktional genutzt.

• Pfarrstellen im Gemeindedienst und in der Seelsorge haben nach Ansicht der Synode Priorität. Verwaltungsaufgaben sollten sich weiter in das Kirchenkreisamt verlagern.

• Residenzpflicht der Pfarrer: Die Gemeinden können entscheiden, ob es in ihrer Situation sinnvoll und notwendig ist, ein Pfarrhaus bereitzustellen. In Treysa beispielsweise wohnen bereits zwei Pfarrer in Privatwohnungen, erklärte Dekan Wachter.

• Schulen und Kindergärten: Die Kirche sieht den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen weiterhin als politische Verantwortung im demokratisch verfassten Staat.

• Verwaltung: Der Kirchenkreis stemmt sich gegen eine gemeinsame Verwaltung der Schwalm-Eder-Kirchenkreise. Die Kirchenkreisämter sollen gestärkt werden, um die Pfarrämter von der Verwaltung zu entlasten. „Wir müssen deutlicher sagen, bei uns funktioniert es“, sagte Wachter und hat dabei das „besonders wirtschaftlich arbeitende“ Rentamt in Ziegenhain im Blick.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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