Konzert auf der Bergbühne lockte 400 Zuhörer zur Jubiläumsfeier des Gesangvereins

Stimmgewalt für Flutopfer

Mitsingen erwünscht: Bei dem afrikanischen Lied Syahambar bleibt keiner mehr auf seinem Sitz sitzen. Fotos: pju

Zierenberg. Was passiert wenn 130 Sänger und Sängerinnen auf der Bergbühne in Burghasungen zusammenkommen? Es gibt ein großes Chorspektakel. Der Zierenberger Gesangverein feiert dieses Jahr sein 170-jähriges Bestehen.

Zusätzlich wurden noch für die Hochwassergeschädigten im Sachsen-Anhalterischen Schönebeck Spenden gesammelt.

Neben der beeindruckenden Umgebung der Bergbühne wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die 400 Zuhörer des Benefizkonzerts, dass unter dem Motto „Chöre singen für einen guten Zweck“ stand. „Die einzigartige Bühne birgt ganz besondere akustische Reize in sich“, sagt Chorleiter Andreas Kowalczyk. „Das ist auch für die Chöre etwas ganz Besonderes.“

Die Botschaft des Konzertes war ganz klar: Jeder kann singen. Egal ob alt oder jung, Mann oder Frau. Und so wurde auch das Publikum immer wieder zum Mitsingen animiert. „Ein Highlight ist, dass die Chorgruppen von den verschiedenen Ecken und Winkeln der Bergbühne singen“, sagt Chorleiter Andreas Kowalczyk. „Die Chöre singen auch in verschiedenen Formationen“. Und so waren diese auch stellenweise bis zu 100 Sänger und Sängerinnen stark. Aber auch die kleineren Ensembles verdeutlichen, dass es nicht allein auf die Anzahl der Sänger ankommt, um schön zu klingen.

Das weitgefächerte Repertoire reicht von Filmmusik, Pop und Klassik über Schlager bis hin zu Swing und Jazz. „Chöre haben ein veraltetes Image“, sagt der Chorleiter. „Wir zeigen, dass das anders ist.“

Neben dem Frauenchor Viva la Musica und den Oberelsunger Männergesangverein gab es gemischte Chöre. Alle zeigten dem Publikum, dass die musikalische Facette sehr groß und dass für Jedermann etwas dabei ist.

Voller Einsatz: der Freie Volkschor und sing&swing begeisterten das Publikum mit dem 1. Satz „La Primavera“ aus Vivaldis „Quatro stagioni“

Neben dem Erlebniskonzert stand aber auch die wohltätige Spendenaktion im Vordergrund. Das Lied Moldau vom tschechischen Komponisten Bedrich Smetana sollte daran erinnern. Das Stück arrangierte und textete Chorleiter Andreas Kowalczyk. „Das Lied beschreibt die Natur“, sagt Pressesprecherin Brigitte Händler des Zierenberger Gesangvereins. „Der Text ist hoffnungsvoll und soll Mut machen.“

Der Eintritt für das Konzert in die Bergbühne war frei. Stattdessen standen Spendentöpfe und Sparschweine aus. Teilgenommen haben neben dem Zierenberger Gesangverein, sing&swing, Freier Volkschor Bad Emstal, Männergesangverein Oberelsungen, Volkschor 1875 Obervellmar, Cantare Filmare, Just Voices und der Frauenchor Viva la Musica. Weitere Spenden für die Hochwassergeschädigten können an folgende Kontoverbindung gerichtet werden: Gesangverein Zierenberg e.V., Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53, Kontonummer 014 004 2067. (pju)

Quelle: HNA

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