Wolfershäuser Carnevalsgemeinschaft feierte unter dem Motto „O’ zapft ist“

+
Im feschen Dirndl: Peter Conradi (links) und Markus Schmidt (rechts) feierten als Blondinen kräftig mit.

Wolfershausen. Herzige Dirndl und enge Lederhosen dominierten das Bild am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Wolfershausen. Beim Kostüm- und Faschingsball der Wolfershäuser Carnevalsgemeinschaft herrschte so ausgelassene Stimmung wie beim Münchner Oktoberfest.

„O’ zapft is“ lautete das Motto. Dem waren 200 Gäste in zünftiger Tracht gefolgt. Sie feierten mit 55 aktiven Karnevalisten, den Mitgliedern des Heimatvereins und der Freiwilligen Feuerwehr eine Hüttengaudi vom Feinsten.

Spätestens als DJ Klaus Faupel mit blondgelockter Perücke der Menge einheizte und die Feiernden auf die Bühne zog, wirbelten die Bayernhüte nur so durch die Luft.

Der Sechserrat um Sitzungspräsident Harry Sperling war pünktlich um 20.11 Uhr einmarschiert – natürlich unter einem dreifach donnernden „Wolfershausen Miau“. Einen Kater mimte dann gleich nach dem offiziellen Auftakt Ruppert Umbach. Mit Plüschschwanz und Zylinder reimte er zur Melodie von Billy Joels „We didn’t start the fire“ einen Rückblick auf lokale Höhepunkte.

Elegant und sexy präsentierten sich im Anschluss die jungen Frauen vom Heimatverein. Die Tänzerinnen ließen die Beine fliegen und entledigten sich der roten Pailletten-Jäckchen zur Musik von Queens „Don’t stop me now“.

Das Kontrastprogramm dazu bildeten die Babbelschnudden alias Elke Kilian und Linda Gröbner. Die Urgesteine des Wolfershäuser Karnevals traten als unbedarfte Omas auf. Lotti und Luise wunderten sich mit Metallgestell in der Hand darüber, wie lange es dauert, bis ein Ständer steht und verirrten sich schließlich mit Krücken in den Sexshop.

Unterdessen wärmte sich die Gruppe Trockenobst mit einem Pfläumchen hinter den Kulissen auf. Den Pflegenotstand thematisierten die Damen später auf der Bühne in Nachthemden und mit Waschlappen. Volker Imgrund und Brigitte Wagner traten in die Bütt, um über die Telekom und das Älterwerden zu lachen. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr bauten als Bob der Baumeister ein Haus auf der Bühne.

Fotos von der Veranstaltung

Kostümball Wolfershäuser Carnevalsgemeinschaft

Letztes Glanzlicht war die Gruppe „Die vier lustigen Fünf“ mit einer heißen Show in Lederhosen. Die Herren machten sich zur Freude der Damenwelt sogar oben herum frei und ließen die Muskeln spielen. Traditionell erklang beim Finale das Lied „Ein Dorf in Nordhessen“.

Quelle: HNA

Kommentare