Störche streiten um den besten Schornstein

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Revierkämpfe um die Storchennester: Storchenmännchen Josef (im Vordergrund rechts) hat sich auf dem Nest Riedinger niedergelassen, das Pärchen Paul und Pauline auf dem Spänebunker der Firma Blecher (hinten).

Wabern. Es geht rund bei den Störchen, die sich in und rund um Wabern angesiedelt haben. Drei der vier Nester sind inzwischen belegt, hat die Storchenfachfrau Ulrike Mose beobachtet.

Wegen des Gerangels um die verschiedenen Storchenhorste ist jedoch der auf dem Schornstein der Schreinerei Mose zurzeit wieder leer.

"Bin gespannt, ob sich wieder ein neues Paar auf unserem Schornstein einnistet. Daumen drücken!", schreibt Ulrike Mose in ihrem Storchentagebuch über die Veränderungen.

Das Storchenpaar Paul und Pauline, das über Winter in Wabern geblieben ist, war eigentlich auf dem Mose-Schornstein heimisch gewesen. Doch mit Storch Josef, der Anfang März in Wabern ankam, entspannen sich heftige Revierkämpfe.

Paul und Pauline waren, so beobachtete es Ulrike Mose, seit Josefs Ankunft verstärkt auf dem Fest des Spänebunkers der Firma Blecher zu sehen. "Sie werden doch nicht vor lauter Machogehabe den Horst wechseln?" befürchtete Mose am 6. März.

In der vergangenen Woche schließlich nahmen die Auseinandersetzungen zu, drei neue Weißstörche waren aufgetaucht und versuchten, einen der Horste einzunehmen. Paul und Pauline verteidigten den Spänebunker ebenso wie ihren eigenen. Am vergangenen Wochenende schließlich wurde die Geschichte neu geschrieben: Paul und Pauline zogen endgültig um auf den Spänebunker.

Einen Tag später freute sich Ulrike Mose wieder: Storch Josef vom Horst Riedinger hat ein Weibchen zu sich genommen. Es ist Feline, die 2011 mit Storchenmännchen Felix liiert war. Der war bei einer Kollision mit einem Auto ums Leben gekommen. (ula)

Quelle: HNA

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