Störche auf Reviersuche im Naturschutzgebiet Malsfeld

Der Storch hebt ab: Dieses Exemplar saß am Mittwoch auf einem Masten am Naturschutzgebiet. Auch auf den Wiesen an der Fulda sind die Tiere oft zu sehen. Foto: Gehlen

Malsfeld. In Malsfeld siedelt sich offenbar ein Storchenpaar an: Seit Wochen sind die Tiere dort zu beobachten und haben begonnen, ein Nest auf dem Horst im Naturschutzgebiet Malsfeld-Fuldaue zu bauen.

Brüten werde die Tiere wohl nicht: Dazu sind sie noch zu jung.

Für Störche ist Malsfeld bisher nicht bekannt: „Wir hatten bisher wenig mit den Tieren zu tun, die fliegen weiter nach Wabern oder ins Beisetal“, sagt Robert Pensing 1. Vorsitzender des Vereins für Umwelt und Naturschutz. Deshalb ist für Pensing auch noch unklar, ob es wirklich Männchen und Weibchen sind.

Aufgrund der dunklen Färbung handele es sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit um Jungstörche, die etwa ein Jahr alt sind. Geschlechtsreif werden Störche erst mit vier Jahren.

Frösche gibt es genug

Momentan sind die Tiere offenbar in der Fuldaaue auf Reviersuche. „Frösche gibt es hier genug“, sagt Pensing. Auch die Ansätze eines Nests haben sie gebaut - dann allerdings plötzlich aufgehört.

Die Zweige auf dem Horst im Naturschutzgebiet sind mit einem Fernglas gut zu sehen, ein öffentlicher Unterstand befindet sich ganz in der Nähe.

Seit acht Jahren gibt es den Horst, vor zwei Jahren hatte dort mal ein Paar Nilgänse gebrütet. Ob die Störche wirklich irgendwann in Malsfeld Nachwuchs aufziehen, ist unklar. Aber eine Chance besteht: Störche nisten oft jahrelang auf demselben Horst.

Der Verein für Umwelt und Naturschutz Malsfeld hat 120 Mitglieder, davon sind zehn aktiv. Der Verein kümmert sich unter anderem um das Mähen von Flächen und das Aufstellen von Nisthilfen. (gör)

Kontakt: Robert Pensing, Tel. 01 60/96872332

Quelle: HNA

Kommentare