Spenden

Stadtmarketing verkleidet  Westheimer Tor mittelalterlich

Im neuen Gewand: Das Westheimer Tor in Homberg wurde verhüllt und erinnert somit an das einstige Tor von 1819. Fotos: Yüce/privat

Homberg. Zu Weihnachten wird es von Tannengrün, im Frühjahr von üppiger Blumenpracht geschmückt. In der Übergangszeit stand bislang am Westheimer Tor in Homberg ein kahles Stahlgerüst. Das ist jetzt anders.

Das Stadtmarketing in Homberg hat unterstützt durch Spenden eine historische Verkleidung für den Eingangsbereich zur Altstadt über die Westheimer Straße geschaffen. Dargestellt wird – angelehnt an eine Zeichnung von 1819 – das einstige Westheimer Tor.

„So ähnlich hat es ausgesehen“, sagt Dr. Dirk Richhardt, Geschäftsführer des Stadtmarketings. Das blanke Gerüst sei einfach nicht schön anzusehen gewesen, fügt er an. Schnell war da 2012 die Idee geboren, eine wetterfeste, mittelalterliche Kulisse zu schaffen. Ein Entwurf, der aber nicht mit Mörtel und Stein umgesetzt werden sollte. „Das wäre verkehrstechnisch nicht möglich gewesen und wir wollten das Stahlgerüst verkleiden“, sagt Dr. Richhardt. Denn weiterhin solle es im Sommer beim Blumen- und im Winter beim Weihnachtsschmuck bleiben. Also wurden Spenden in den vergangenen Monaten Spenden gesammelt, denn von der ersten Planung bis hin zum Druck auf eine Spezialfolie kostete rund 2500 Euro. Fast die gesamte Summe habe man durch Spenden zusammen bekommen.

„Es sind verschiedene Planen“, erklärt Heider Olten, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins. Über neun Meter sei allein der Überwurf für das Dach groß und fünf Mal fünf Meter umspannen die Planen für die Torbögen.

Aus dem Jahr 1819 stammt das Vorbild für die Verkleidung. Aus diesem Jahr stammt eine zeitgenössische Darstellung, die hessische Jäger vor dem Westheimer Tor zeigt. Die Idee dafür haben sich die Homberger in Berlin abgeschaut. „An der Stelle, an der das Stadtschloss wiederaufgebaut werden soll, steht ja derzeit auch ein verkleidetes Gerüst“, so Richhardt. Die Rückmeldung auf den neuen Torschmuck sei sehr positiv, sagt er. „Es wurde schon die Frage gestellt, ob wir nicht auch den Eingang am Obertor verkleiden wollen.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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