Storchenpaar baut sich neues Nest in Ziegenhain

Loshausen/Ziegenhain. Alte Liebe rostet nicht: Das Sprichwort scheint auch für Störche zu gelten. Denn eine Störchin ist nach einem kurzen Intermezzo in Loshausen zu ihrem Partner nach Ziegenhain zurückgekehrt.

Wie Storchenvater Kurt Knauff erzählte, war die Storchenfrau vergangene Woche in einem Nest in der Nähe des Bahnradwegs in Loshausen gelandet. Dort hatte sie bereits nach einem Tag Hochzeit mit einem Loshäuser Storch gefeiert (wir berichteten).

Am Samstag verabschiedete sich die Storchenfrau jedoch nach Ziegenhain. Sie baut nun mit ihrem Partner ein neues Nest am Ringweg, bestätigte Vogelexperte Heinz Stübing.

Aus Sicht des Ornithologen eine Besonderheit. Denn seit 1945 hatten Störche im Landkreis immer nur auf Dächern oder in fertigen Nestern gebrütet. Jetzt baut sich das Paar allerdings in neues Nest auf einem Baum.

Aktualisiert um 12.45 Uhr

Der Experte nennt das Baumbrüterei. Er geht davon aus, dass es Ende der Woche fertig sein wird. Das ursprüngliche Nest der Vögel am Schafhof ist derzeit von Nilgänsen besetzt. Das Storchenpaar verbringt nun bereits das vierte Jahr in Folge zusammen.

Stübing geht davon aus, dass die Störchin bei ihrer Ankunft in Altkreis den Partner nicht angetroffen hatte und so bei dem Storch in Loshausen gelandet war. „Das Männchen hatte bereits einen fertigen Horst, das Weibchen und der Nachwuchs sei somit abgesichert“, erklärt er den Fremdgang. Doch auch im Tierreich spielt Sympathie eine Rolle, so dass das Ziegenhainer Paar wieder zueinander fand.

Während in Schwalmstadt die Tiere noch am Nest bauen, ist ein Storchenpaar in Loshausen schon weiter. Die Vögel an der alten Molkerei brüten schon, bereitete Kurt Knauff. Doch auch der Singlestorch in seinem Nest am Bahnradweg wird nicht allein bleiben. Seine Partnerin aus dem vergangenen Jahr ist noch nicht wieder aus dem Winterquartier zurückgekehrt, sie wird noch erwartet. (cls)

Quelle: HNA

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