Konzert der Singgemeinschaft Ehlen: Musikalisches Geschenk zum Fest

Strahlender Chorklang

Mit Emotionalität und Präzision: Die Singgemeinschaft Ehlen hinterließ mit ihrem Weihnachtskonzert in der Dorfkirche tiefen Eindruck. Foto: Binienda-Beer

Ehlen. Ausspannen von der Hektik der Vorbereitungen, entspannen bei einem kurzweiligen Musikprogramm zur Einstimmung auf die Feiertage: Die Singgemeinschaft Ehlen machte mit dem beliebten und traditionellen Weihnachtskonzert in der Kirche wenige Tage vor dem Fest ihrem Publikum wieder ein wertvolles Geschenk, indem sie Freude bescherte beim Zuhören und Mitsingen.

Strahlender Chorklang, der in jedem einzelnen A-cappella-Vortrag die Begeisterung der über 40 Sängerinnen und Sänger spiegelte, erfüllte die Kirche mit ihrem stimmungsvoll in verschiedenfarbiges Licht getauchten Chorraum. Mal innig, mal temperamentvoll brachte die nach intensiver viermonatiger Einarbeitung unter der künstlerischen Leitung von Jan Olson-Brenk bestens präparierte Singgemeinschaft deutsch- und englischsprachige, klassische und modernere Weihnachtslieder zu Gehör. Dabei erwärmte die musikalische Stimmigkeit und Emotionalität des durchweg harmonisch und präzise erklingenden Chors die Herzen der Zuhörer. Ein Wiederhören gab es auch mit dem von Kurt Jordan in örtliche Mundart übertragenen Rolf-Zuckowski-Lied, das nur in Ehlen so heißt: „Dat Joahr geht de Enge.“

Die Freude am Gesang wirkte ansteckend: Bei „Macht hoch die Tür“ zu Programmbeginn und „O du fröhliche“ zum Ausklang sang sich auch das Publikum in Weihnachtsstimmung.

Musikalisch begrüßt worden waren die Konzertbesucher bereits auf dem Kirchenvorplatz, wo Mitglieder des Posaunenchors Zierenberg unter der Leitung von Andreas Jahn erste Stücke spielten. Die Gäste aus Zierenberg waren später noch einmal in der Kirche von der Empore zu hören. Dort, an der Orgel, gefiel auch Silke Brandt (Breitenbach) mit einem Solovortrag.

Oberton-Lied

Tiefen Eindruck hinterließ ein Ausflug in eine den meisten Zuhörern völlig fremde Klangwelt: Stefan Maria Fydrich, Bruder des Singgemeinschaftsvorsitzenden und Musiklehrer in Waldkappel, begeisterte als Solist mit einem Oberton-Lied. Dabei werden aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Töne so herausgefiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und so der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht. Das Publikum würdigte diese Einlage mit stürmischem Applaus. Für einfühlsame Übergänge zwischen den einzelnen Programmteilen sorgte Markus Seitz als Moderator.

Als nach 75 erfüllten Konzertminuten Vorsitzender Martin Fydrich das Ende ankündigte, erklang ein mehrstimmiges „Schade“ aus dem Publikum. Ein dickes Lob für die Mitwirkenden, so wie auch der anhaltende Beifall. Mit einer fröhlichen Reverenz an Rentier Rudolph mit der roten Nase verabschiedete sich die Singgemeinschaft von der Bühne. Eine Weihnachtsfeier mit Freunden und Anhängern des Chors schloss sich an.

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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