Malsfelder boten Waren in Vorgärten, Kofferräumen und an der Haustür an

Straße wurde Flohmarkt

Verkauf unterm Carboard: Familie Hedderich in der Schulstraße betätigte sich als Kaufleute von links Andreas Wiegand und Justin Hast (3 Jahre) aus Malsfeld. Leider sind die Gummistiefel zu groß. Doch ein Kinderbuch hat Justin schon an einen anderen Stand gefunden. Foto: Grenzebach

Malsfeld. Pünktlich um 10 Uhr ging es am Sonntag los. Die Schulstraße in Malsfeld wurde zur Flaniermeile umgewandelt und der erste, privat initiierte Straßenflohmarkt begann. Das Wetter spielte mit und so wurden in Vorgarten, in Garagen, in offenen Autokofferräumen und einfach vor der Haustür Waren zum Verkauf präsentiert.

Die Auswahl war groß: Lampen, Bücher, CDs, DVDs, alte Schallplatten, antiquierte Schreibmaschinen und Bilderrahmen, verschiedene Spiele, Geschirr, Vasen, Gläser, viele Dekorationsartikel, Kuscheltiere, ein Dreirad, ein Schaukelstuhl, Inliner sowie auch Kleidung.

Andreas Wiegand aus Malsfeld war mit seiner Lebensgefährtin Heike Körber und Enkel Justin Hast (3) schon früh auf dem Straßenflohmarkt unterwegs. „Wir suchen eigentlich nichts Bestimmtes“, sagte Wiegand. „Aber wir haben schon ein Kinderbuch gekauft,“ fügt Körber hinzu.

Beide waren von der Idee des Straßenflohmarktes begeistert. „Eine tolle Idee. Ich hätte gerne auch selbst mitgemacht, weil ich auch zuhause noch so viele Sachen zum Verkauf hätte“, erklärte Heike Körber. Am Stand von Familie Hedderich, die viele Kindersachen anbot, wurden die Drei leider nicht fündig. „Die Gummistiefel sind Justin zu groß.“

Doch Schauen und Stöbern war an diesen Tag angesagt. Bettina Hedderich war froh, ihre ausrangierten Sachen loszuwerden. „Ich will den Dachboden endlich leer haben“, erklärt sie.

„Wir haben zwei Kinder und man hat immer mal untereinander Sachen ausgetauscht. Aber jetzt ist es genug. In diesem Jahr gab es auch keinen Flohmarkt in der Grundschule, um etwas loszuwerden“, sagte sie.

Hauptinitiatorin des ersten Straßenflohmarktes war Gisela Müller. „Ich hatte irgendwann mal die Idee zum Straßenflohmarkt. Bei anderen Flohmärkten muss man immer früh aufstehen, Auto packen, hinfahren und auch hohe Standgebühren zahlen.

Daher dachte ich, dass man das auch hier vor der Haustür mal ausprobieren könnte“, erzählt Müller. Die Idee war somit geboren und viele Bewohner der Schulstraße zogen mit. Bürgermeister Herbert Vaupel genehmigte diese Aktion.

„Ich schätze, dass es zwischen zehn und zwölf Hausstände hier heute gibt“, sagte Müller. Über den Zeitpunkt des Marktes war man zunächst unsicher gewesen.

Dann hatte man sich aber für November entschieden. „Weihnachten rückt näher, und vielleicht findet der eine oder andere hier was,“ sagt Müller.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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