Statistik: 2014 weniger Unfälle als im Vorjahr

Die Straßen im Kreis sind so sicher wie nie zuvor

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Schwalm-Eder. Laut Statistik ist die Zahl der Unfälle im Landkreis Schwalm-Eder auf einem Rekordtiefstand. 2014 gab es weniger Unfälle sowie weniger Tote und Verletzte als im Vorjahr.

Die Kurve weist in fast allen Bereichen nach unten: Die Unfallstatistik des Schwalm-Eder-Kreises - eines der wichtigsten Kontrollinstrumente der Polizei in Sachen Verkehrssicherheit - weist fürs Jahr 2014 weniger Unfälle, weniger Tote und Verletzte und eine geringere Schadenshöhe als 2013 aus.

Nur in zwei Bereichen haben sich die Zahlen deutlich verschlechtert: Zum einen ist die Zahl der Unfallfluchten von 712 auf 782 Fälle gestiegen. 70 Fahrer mehr als im Vorjahr entfernten sich von der Unfallstelle, ohne sich um den von ihnen angerichteten Schaden zu kümmern.

Zum anderen hat sich die Zahl der Wildunfälle deutlich erhöht. Bereits seit 2005 steigt die Zahl der Unfälle, in die Rehe, Füchse oder Wildschweine verwickelt sind, beständig an, berichtet Polizeihauptkommissar Thomas Gläsel von der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Mittlerweile liegt der Anteil der Wildunfälle im Vergleich zu allen Verkehrsunfällen bei 34 Prozent: Unter den insgesamt 3372 Unfällen, die 2014 der Polizei im Landkreis gemeldet wurden, waren 1150 Wildunfälle. Dabei wurden zwei Menschen schwer und zehn leicht verletzt. Zum Vergleich: Im Vorjahr geschahen noch 1114 Unfälle, in die Wild verwickelt war.

Im selben Maße aber, wie die Zahl der Wildunfälle seit zehn Jahren kontinuierlich steigt, sinkt im entsprechenden Zeitraum die Zahl der Unglücksfälle, bei denen Menschen schwer verletzt oder gar getötet wurden.

Vor zehn Jahren starben insgesamt 17 Menschen auf den Straßen im Schwalm-Eder-Kreis: Im vorigen Jahr waren es sieben. Aber auch diese Zahl sei natürlich noch immer viel zu hoch, sagt Thomas Gläsel: „Wir wären mit der Unfallstatistik erst dann wirklich zufrieden, wenn wir darin keinen Einzigen vermerken müssten, der sein Leben im Straßenverkehr verlor.“

Hintergrund 

Insgesamt 3372 Verkehrsunfälle ereigneten sich 2014 auf den Straßen im Schwalm-Eder-Kreis. Noch ein Jahr zuvor waren es 3392. Aber nicht nur deren Gesamtzahl der Unfälle ist geringer, sondern auch die, bei denen Menschen zu Schaden kamen, sank um fünf Prozent.

Als Hauptursache für Unfälle nennt Thomas Gläsel zu hohe Geschwindigkeit und das Schneiden von Kurven. Häufig kämen zu schnell fahrende Verkehrsteilnehmer von der Fahrbahn ab oder kollidierten mit dem Gegenverkehr. Die Sachschadensumme beläuft sich insgesamt auf von der Polizei geschätzte 8 Millionen Euro. Sie liegt damit um 1,1 Millionen Euro unter der des Jahres 2013.

Quelle: HNA

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