Stellungnahme von Vesper

Bürgermeister zu Nahwärmenetz: „Straßen werden massiv zerstört“

Willingshausen. In einer Stellungnahme äußert sich Willingshausens Bürgermeister zum Ärger um das in Wasenberg entstehende Nahwärmnetz der Energiegenossenschaft.

Die Vorwürfe, die Gemeinde sei für Bauverzögerungen verantwortlich, weist Bürgermeister Heinrich Vesper zurück. Die Genossenschaft habe ihre Zusagen an die Anschlussnehmer bezüglich des Fertigstellungstermins selbst zu verantworten.

Vespers ist überzeugt davon, dass der Eindruck erweckt werden solle, dass von der Gemeinde Willingshausen keine Pläne über ihre Versorgungsleitungen in den Straßen vorgelegt wurden. Dies treffe nicht zu. Die Pläne, die für die gemeindlichen Versorgungsleitungen, Wasser- und Abwasser von der Energiegenossenschaft bzw. deren Planer EAM angefordert wurden, seien der Genossenschaft vollständig zur Verfügung gestellt worden. Die übrigen Versorger wie Telekom, EAM (Strom) und Gasleitungen müssen vom Bauherrn bei den zuständigen Versorgungsträgern angefragt werden.

Im Gestattungsvertrag, den die Gemeindevertretung beschlossen hat, sei geregelt, dass Mehrkosten für Leitungsverlegungen, die durch das Nahwärmenetz erforderlich sind, durch die Energiegenossenschaft zu tragen seien, so Vesper weiter. In zahlreichen Präsentationen sei vom Vorstand der Energiegenossenschaft der Eindruck vermittelt worden, dass mit minimalem Aufbruch das Nahwärmenetz verlegt werden könne. Zudem sei die Gemeinde über Trassenplanänderungen vorher nicht ausreichend informiert worden. Die Informationen über Abweichungen hätten unverzüglich erfolgen müssen.

Anlieger zahlten Beiträge 

„Die Straßen werden in massiver Art und Weise nachhaltig zerstört“, erklärt Vesper. Die Anlieger hätten für diese Straßen Beiträge bezahlt und ein Recht darauf, dass die Straßen wieder in den vorherigen Zustand versetzt werden und kein Flickwerk zurückgelassen werde. Die Kosten dafür seien vom Verursacher zu tragen, ist der Bürgermeister überzeugt. Die Gemeinde sei in der Pflicht für alle, die erst vor wenigen Jahren mit hohem Eigenanteil die neuen Straßen mit finanziert haben.

Der Bürgermeister fordert den Vorstand der Energiegenossenschaft auf, ihre ursprünglichen Zu- und Aussagen einzuhalten und die Bürger von Wasenberg nicht zu enttäuschen. Bisher seien unverzüglich die verkehrsrechtlichen Genehmigungen erteilt worden. Voraussetzung sei jedoch, dass die Rettungswege sowohl für Feuerwehr als auch für Notdienste aufrechterhalten werden.

Quelle: HNA

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