Jörg Stolz aus Schrecksbach nimmt an der hr-Fernsehsendung „Die lachende 11“ teil

Streckensprecher mit Witz

Erzählt gerne WItze: Jörg Stolz aus Schrecksbach und sein Labrodor Ricky. Foto: Heist

Schrecksbach. Motocrossfans in ganz Deutschland kennen seine Stimme. Als Streckensprecher reist Jörg Stolz aus Schrecksbach durch die Bundesrepublik. Anfang Februar wagt sich der 45-Jährige auf für ihn unbekanntes Terrain. Er tritt in der hr-Fernsehsendung „Die lachende 11“ auf.

Damit ist er einer von zehn Kandidaten aus Hessen, die sich für die Sendung qualifizieren konnten und sich als Witzeerzähler messen werden. Dass es sich um eine Faschingssendung handele, sei ihm erst vor zwei Wochen bewusst geworden, als ihn ein zweiköpfiges hr-Team in Schrecksbach interviewt und gefilmt habe, erklärt Stolz.

Ende 2011 habe er in der Zeitung von der Sendung gelesen und sich mit zwei Witzen beworben. Prompt habe man ihn angerufen und einen Dreh auf dem Motocrossgelände von Schrecksbach vereinbart. Für die gewünschten Motorradgeräusche im Hintergrund seien René Ritter und Alexander Schenk aus Schrecksbach zu seiner Unterstützung angetreten. Noch am selben Tag habe er erfahren, dass er sich für die Sendung qualifiziert habe. „Motocross ist mein größtes Hobby. Ich spreche auch Weltmeisterschaftsläufe“, sagt Stolz, der von Beruf Fleischer ist. Mit einem Motocrossrennen in Schrecksbach habe 1994 alles angefangen. Der damalige Sprecher sei ausgefallen und er kurzerhand eingesprungen.

Stolz ist in Schrecksbach aufgewachsen, wo er mit Ehefrau Natali (41) wohnt. „Wir sind seit 2001 verheiratet. Kennengelernt haben wir uns in Kassel“, erzählt der 45-Jährige. Mit zur Familie gehört Richy, der sechsjährige Labrador des Paares, der Besucher auf dem Grundstück des Schrecksbacher Streckensprechers stürmisch begrüßt.

Neben Motocross begeistert sich Stolz für Fußball. Seit 30 Jahren ist er Fußballschiedsrichter. Damit ist er in die Fußstapfen seines Vaters getreten.

Gespielt hat der 45-Jährige selbst bis zur A-Jugend. Aufgrund einer Knieverletzung musste er seine Spielerlaufbahn beenden. Mit seinem Freund Andreas Schultheis aus Schrecksbach habe er auf der Schiedsrichterweihnachtsfeier schon Sketsche aufgeführt. „Mit Fasching habe ich jedoch so viel zu tun, wie mit der Raumfahrt“, gibt Stolz zu.

Die Teilnahme an der Fernsehsendung betrachtet er als Vergnügen. „Wichtig ist, dass man über sich selbst lachen kann. Wenn man das nicht kann, kann man die Leute auch nicht zum Lachen bringen.“

„Mit Fasching habe ich so viel zu tun, wie mit der Raumfahrt.“

Jörg Stolz

Bei einer Quad-Präsentation eines Bekannten in der Münchener Olympiahalle hat er vor 17 000 Leuten geredet. „Da sollte der sechs- bis achtminütige Fernsehauftritt kein Problem sein“, gibt sich Stolz selbstbewusst.

Er werde in der Sendung wohl als Metzger auftreten. Es gehe um Ernährung und Beziehungsstress. „Ich habe ein Programm im Kopf und das werde ich durchziehen“, sagt er, „die müssen mich so nehmen, wie ich bin.“

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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