Vor 25 Jahren wurde 450. Jubiläum der Wasserfestung gefeiert

Streit um die Ampel

Salatkirmes: 16 Wagen mit historischen Motiven brachten 1989 den Zuschauern die Geschichte der Wasserfestung nah. Foto:  Repro

Schwalm. 450 Jahre Wasserfestung, Streit um eine Ampel und eine junge Frau aus Wiera, die zu Deutschlands bester Hauswirtschafterin werden will: Wir haben für Sie in den Ausgaben vom Mai 1989 geblättert.

Dr. Reinhard Trolp wurde neuer Leiter der Gynäkologischen und Geburtshilflichen Abteilung des Ziegenhainer Kreiskrankenhauses. Der Frauenarzt trat damit die Nachfolge von Dr. Anton Drähne an.

Zehnjähriges Bestehen feierte damals der Verein Altenhilfe Treysa. 275 Mitglieder zählte die Altenhilfe zu ihrem Geburtstag. Vorsitzender war damals Diakon i.R. Arnd Elbrechtz. Der Verein kümmerte sich vor 25 Jahren wie auch heute um ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen.

In Treysa liefen die Planungen für den Bau einer Tennishalle und Squash-Anlage. Im Spätsommer 1989 sollte der Bau an der Ascheröder Straße gegenüber Freudenberg eigentlich beginnen. Umgesetzt wurden die Pläne einer Interessentengruppe jedoch nie.

Mit einem Festakt wurden die Heimat- und Handwerkerstuben in Neukirchen eingeweiht. Das Haus Nummer 5 am Marktplatz war in diesem Zug saniert worden. Die Arbeiten hatten 700 00 D-Mark gekostet.

Streit um die Druckampel: Zu heftigen Diskussionen im Schwalmstädter Parlament führte die Ampel in der Landgraf-Philipp-Straße in Ziegenhain. Sie sollte von der Alten CBS in die Kurve des damaligen Staatsbauamts verlegt werden und zudem der Fußweg an der Westseite des Alleeplatzes fertig gestellt werden. Die Fraktionen waren sich uneinig über den Nutzen.

Hobby Landwirtschaft: Damit schaffte es die damals 21-Jährige Claudia Ludolph aus Wiera in die HNA. Sie hatte den Landeswettbewerb ländliche Hauswirtschaft gewonnen und trat danach zum bundesweiten Ausscheid an. Die gelernte Landwirtin zeigte sich im Vorfeld zuversichtlich.

450 Jahre Wasserfestung Ziegenhain wurden bei der Salatkirmes ordentlich gefeiert: 16 Wagen des Festzugs waren ganz auf die Historie ausgerichtet. Stationen waren unter anderem der Bau der Trutzburg, die Schlacht bei Riebelsdorf, der Festungskommandant Heinz von Lüder und die Kirchenzuchtordnung.

Schwalms aus aller Welt trafen sich in Neukirchen: Aus den USA, aus Ungarn, aus Dänemark und natürlich aus der Schwalm kamen Namensvetter in Neukirchen zusammen. Übersetzerinnen halfen an jenem Wochenende bei der Verständigung. Ansonsten konnten die Amerikaner auf Pennsylvania-Deutsch zurückgreifen, das ihnen ihre Vorfahren überliefert hatten.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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