Streuner überall: Verwilderte Katzen sind Problem

Schwalm-Eder. Die Tierschutzvereine im Landkreis sind überlastet: Die Tierschützer werden mit trächtigen Katzen oder ganzen Familien-Familien konfrontiert, die Hilfe benötigen.

Die Plätze in Tierheimen und auf Pflegestellen sind in den Sommermonaten voll.

Auch der Tierschutzverein Homberg/Borken ist betroffen: „Wir haben in Spitzenzeiten bis zu 40 Katzen hier, die wir betreuen und medizinisch versorgen müssen“, sagt Vorsitzende Sonja Hentschel-Dörr. Das Hauptproblem seien verwilderte und unkastrierte Katzen, die mehrmals im Jahr Junge bekämen. Tierschutzorganisationen wie der Deutsche Tierschutzbund fordern seit Jahren eine Kastrationspflicht für Katzen. In einigen Städten und Gemeinden wurde die bereits umgesetzt. In Hessen fehlen entsprechende Gesetze bislang. Nach einer 2014 beschlossenen Kastrationsverordnung können Kommunen Tierhalter zur Kastration ihrer Katzen verpflichten.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, hat sich der Tierschutzverein Homberg/Borken etwas einfallen lassen: „Wir geben Zuschüsse zu Kastrationen“, sagt Vorsitzende Hentschel-Dörr. „Bis jetzt gibt es aber leider kaum Resonanz von Tierhaltern.“

Das Tierheim Beuern (Felsberg) hat auf die jährlich große Anzahl von Katzen reagiert: „Wir haben unser Katzenhaus vergrößert, um gerade für die Kleinen mehr Platz zu haben“, sagt Ulrike Schmiedl. „Inzwischen gibt es das ganze Jahr über Nachwuchs. Wir brauchen dringend die Kastrationspflicht!“

Die Tiernothilfe Schwalmstadt hat ähnliche Schwierigkeiten. Für die vielen Neuzugänge ist kaum noch Platz: „Unsere Pflegestellen sind hoffnungslos überlastet. Ständig kommen neue Kätzchen rein, die unsere Hilfe brauchen“, sagt Vorsitzende Petra Ziegert-Postleb. Zurzeit betreut die Tiernothilfe über 20 Katzen auf Pflegestellen.

Quelle: HNA

Kommentare