Streusalzlager im Wolfhager Land sind wegen des milden Winters noch voll

Wolfhager Land. Die Salzlager der Kommunen und Straßenmeistereien sind voll bis zum Dach, in Schuhläden stapeln sich die Winterschuhe und Skiartikel werden zu Ladenhütern: Der milde Winter zeigt Auswirkungen in vielen Bereichen.

„Wir haben an Salz bisher nur 15 Prozent des Vorjahres verbraucht“, sagt ein Sprecher der zuständigen Behörde Hessen Mobil in Arolsen. Im vergangenen Jahr war durch den harten Winter das Salz knapp geworden. Diesmal hat sich der Berg in der Halle der Wolfhager Straßenmeisterei kaum verändert. Rund 500 Tonnen lagern dort. Arbeitslos sind die Mitarbeiter dennoch nicht. Da sie im vergangenen Jahr rund um die Uhr im Einsatz waren, kamen Gehölzpflege, Straßenarbeiten und die Erneuerung der Beschilderung zu kurz. „Das wird derzeit nachgeholt“, so der Sprecher.

Kurzclip:
Salzlager sind noch immer voll

Voll ist das Salzlager auch bei der Stadt Wolfhagen. „Wir haben kaum etwas verbraucht“, so Lars Eskuche, Leiter des Technischen Außendienstes der Stadt Wolfhagen. Zudem habe man in diesem Jahr immer wieder aufgefüllt, um nicht in eine Situation wie im vergangenen Winter zu geraten. „Da war bis auf eine eiserne Reserve alles leer.“

So wie in den Salzlagern sieht es auch in den Geschäften der Einzelhändler aus. „Im vergangenen Jahr waren die Winterschuhe nahezu ausverkauft.“, so Melanie Kraft-Nolte vom Schuh-Werk in Wolfhagen. Diesmal gibt es noch die große Auswahl. Um das Lager zu leeren, wurden jetzt die Schuhe sogar auf die Hälfte reduziert. Doch auch das lässt viele Kunden kalt.

Ebenso sieht es bei Winterkleidung und Skiartikeln aus, die Spielwaren Pelz bereits vor Wochen reduziert hat. „Letztes Jahr war zum Beispiel der Handschuhständer leer, diesmal ist er noch gut gefüllt“, so Geschäftsinhaber Ernst Pötter.

In der Branche hofft man nun auf einen Wintereinbruch, damit ein Teil der Ware doch noch verkauft wird.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare