Brandstifter legten zwei Feuer

Flammen in Guxhagen  – Forstmühle Niedervorschütz wurde angesteckt

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Kühe in Gefahr: Der Brand von mehr als 150 Strohballen hat auch umliegende Gebäude betroffen.

Bei zwei großen Bränden in Guxhagen und Niedervorschütz handelt es sich um Brandstiftung. Wie die Polizei jetzt bestätigt, wurde das Feuer in Niedervorschütz vorsätzlich gelegt. Vor etwa einer Woche brannten dort zwei Autos und setzten die Forstmühle in Brand. Der Schaden belief sich auf 100 000 Euro

Am Donnerstagabend brannten in Guxhagen neben den Stall- und Scheunengebäuden eines Bauernhofs am Brunkel 150 Strohballen. Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich laut Polizei um Brandstiftung.

Das Feuer drohte auf eine Miete (Stapel/großer Haufen) mit über 100 Strohballen und auf den Stall mit 42 Kühen überzugreifen.

Kurz nach 22 Uhr klingelte es an der Haustür eines Bewohners der drei nebeneinanderliegenden Höfe. Von einer unbekannten Person wurde der Landwirt darauf aufmerksam gemacht, dass es hinter dem Gebäude brennen würde. Mittlerweile hatten auch Bewohner aus Edermünde-Grifte das Feuer gemeldet.

150 Strohballen brannten in Guxhagen

Beim Eintreffen der Feuerwehr, wenige Minuten nach der Alarmierung, brannte eine der beiden Strohmieten bereits lichterloh. Dicke Rauchwolken zogen in den offenen Stall und gefährdeten die dort untergebrachten 42 Kühe. Der starke Wind fachte die Flammen immer wieder an und trieb den Rauch in den Stall. Wegen der großen Gefahr der Brandausbreitung lies Gemeindebrandinspektor Markus Brandenstein Vollalarm für alle Guxhagener Wehren auslösen. Zusätzlich wurden das Tanklöschfahrzeug und das Flutlichtfahrzeug aus Melsungen angefordert. Auch der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) wurde zur Brandstelle beordert. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden auch mehrere Atemschutzgeräteträger eingesetzt.

Wehr löschte stundenlang

Zu Beginn des Löscheinsatzes wurden bis zu 1000 Liter Löschwasser pro Minute auf die brennenden Strohballen gespritzt. Da diese aber sehr eng gestapelt und verschnürt waren, zeigte sich nur ein geringer Löscherfolg. Immer wieder loderten die Flammen aus dem Stroh auf. Daher wurden vom THW zwei Radlader angefordert, um die Strohballen auseinanderzuziehen, auf ein abgeerntetes Feld zu bringen und dort zu löschen. Erst mit Hilfe zweiter Fahrzeuge aus Homberg und Eschwege, konnten die Flammen entscheidend bekämpft werden.

Im Einsatz waren 85 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Guxhagen, Ellenberg, Albshausen, Wollrode, Grebenau und Melsungen, sowie THW-Helfer aus Melsungen, Homberg und Eschwege.

Zur Betreuung und Versorgung der Einsatzkräfte wurde auch das Rote Kreuz Körle-Guxhagen mit einer Betreuungseinheit an den Einsatzort geholt. Die Löscharbeiten zogen sich bis zum frühen Freitagmorgen hin. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 8000 Euro.

Beim Dachstuhlbrand in Felsberg in der Straße Untertor soll es sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wohl auch um Brandstiftung halten. Im Mai waren bei dem Brand ebenfalls 100 000 Euro Schaden entstanden.

Quelle: HNA

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