Elektro-Auto: Firma Eberlein stellt Neuheit vor

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Neuheit: Heidrun Englisch, Bernd Bernhardt, Lothar Schmidt, der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck, Karl-Heinz Vestweber, Thomas Keil, Karl-Walter Eberlein und Jochen Rieper (von links) werfen einen Blick in den flotten Flitzer, der mittels Strom durch die Landschaft rollt.

Schwalmstadt. Wer mobil sein will, muss dieser Tage ganz schön in die Tasche greifen: Der Grund sind stetig steigende Benzinpreise. „Wir müssen uns langsam aber sicher bewusst werden, dass Rohstoffe und Ressourcen nunmal endlich sind“, sagt Thomas Keil, Leiter des Regionalzentrums Eon Mitte.

Umdenken müssen aber nicht nur die Verbraucher, auch Politik und Industrie sollten neue Wege gehen, findet Karl-Walter Eberlein, langjähriger Chef der Firma EAB Elektroanlagenbau, unter anderem mit Sitzen in Ziegenhain und im Rhein-Main-Gebiet. Seit einem halben Jahr beschäftigt sich der Schwälmer deshalb mit Elektromobilität, sprich er entwickelt Autos, die allein mit Strom fahren. Vorstellen will Eberlein seine Fahrzeuge am ersten Septemberwochenende bei „Ziegenhain vom Feinsten“.

Mitgetragen wird das Vorhaben vom Ziegenhainer Gewerbe- und Verkehrsverein, der Eon Mitte und dem Tourismusservice Rotkäppchenland. Sie alle stehen hinter der neuen, energiesparenden Lösung. „Sie fahren quasi von Steckdose zu Steckdose – und zwar völlig geräuschlos“, erläutert Eberlein. Um Neugier und letztlich auch ein anderes Energiebewusstsein zu wecken, können sich die Besucher am Samstag, 3. September, ab 14 Uhr sowie am Sonntag (4.9.) zu „Ziegenhain vom Feinsten“ über die Autos auf dem EAB-Gelände vor der VR-Bank informieren. Auch Probefahrten sind möglich.

„Letztlich werden Energiewenden in erster Linie durch die Kunden voran getrieben“, ist sich ´Thomas Keil sicher. Doch auch der Tourismus könnte von der neuen Idee profitieren, glaubt der Vorsitzende des Tourismusservice Karl-Heinz Vestweber. „Das könnte ein Bindeglied sein.“ Auch die E-Bikes würden schon sehr gut von Gästen angenommen. Schwalmstadts Erster Stadtrat Detlef Schwierzeck signalisierte, dass auch die Politik das Thema aufgreife: „Sichergestellt werden müsste aber die zuverlässige Netzverbreitung. Man muss wissen, wo man die Batterien für diese Autos aufladen kann“, gab er zu bedenken.

Keine Werkstattbesuche

Die Vorzüge der E-Autos liegen für Karl-Walter Eberlein jetzt schon auf der Hand: „Die Autos haben einen geringen Wartungsaufwand, denn sie bestehen nur aus einem Motor, der Steuerungstechnik und der Batterie. Vorteil ist auch, dass unsere Techniker bei Problemen direkt nach Hause kommen – der Wagen muss nicht extra in die Werkstatt. Außerdem sind die Autos zu hundert Prozent recyclebar.“

Auch Jochen Rieper, Vorsitzender des Gewerbevereins, freut sich über die Neuentwicklung: „Wir wollen den Besuchern unseres Festes stets etwas Neues bieten – und das wird uns mit der ersten Präsentation der E-Autos gelingen.“ WEITERE ARTIKEL

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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