Stromausfall in Rockshausen

Stromausfall in Rockshausen: 400 Schweine drohten zu ersticken

+

Rockshausen/Melsungen. Kurz nach 20 Uhr am Freitag kam es in Wabern-Rockshausen zu einem Schaden an einer 20kV Stromleitung. Ein Überspannungsregler an dem Mast, der am Ortsausgang Richtung Falkenberg steht, hatte ausgelöst.

Durch den Kurzschluss kam es auch zu einem Flächenbrand, der aber von den Freiwilligen Feuerwehren schnell gelöscht werden konnte. Insgesamt waren unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Claus Steinmetz, 40 Einsatzkräfte der Wehren aus Rockshausen, Hebel, Falkenberg, Wabern und Melsungen und vier Mitarbeiter des Energieversorgers vor Ort.

Von dem Stromausfall waren 991 Einwohner in Rockshausen, Hebel, Falkenberg und Hombergshausen betroffen. Bis auf Rockshausen konnte in allen betroffenen Bereichen um 20.30 Uhr der Strom wieder eingeschaltet werden.

Nur in Rockshausen blieb die Stromversorgung bis 22.30 Uhr weiter unterbrochen. Monteure des Energieversorgers arbeiteten unter Hochdruck, um den Schaden an der Leitung zu reparieren und auch hier die Stromversorgung schnellstmöglich wieder herzustellen. Die Feuerwehr Wabern leuchtete den betroffenen Bereich aus.

Ganz prekär war die Situation in einem Schweinezuchtbetrieb in der Hesseröder Straße. Durch den Stromausfall war auch die Lüftung in dem Stall ausgefallen und die 400 Tiere drohten zu ersticken. Obwohl der Landwirt alle Öffnungen an dem Stall aufgemacht hatte, stieg die Temperatur immer mehr an und der Sauerstoffgehalt der Luft in dem Stall ging immer weiter zurück.

Steinmetz entschloss sich daher, neben dem Lüftungsgerät der Feuerwehr Wabern auch die Freiwillige Feuerwehr Melsungen mit zwei Hochdrucklüftern zu dem Stall zu holen um hiermit für noch mehr Frischluft zu sorgen. Mit Hilfe dieser Geräte, die pro Sekunde mehrere Kubikmeter Luft in den Stall bliesen, konnten die auf mangelnden Sauerstoff sehr empfindlich reagierenden Tiere gerettet werden.

Bilder vom Einsatz

Stromausfall in Rockshausen: 400 Schweine drohten zu ersticken

Steinmetz lobte an der Einsatzstelle die gute Zusammenarbeit der Wehren, auch aus verschiedenen Kreisverbänden, und mit den Mitarbeitern des Energieversorgers. (zot)

Quelle: HNA

Kommentare