Dem Förderverein der Palmbergschule droht die Auflösung, wenn sich kein Vorstand findet

Ein Stück Alltag in Gefahr

Aktive Schule: vorne von links Max Rödiger , Lucius Bangert und Paul Riedinger (alle 10 Jahre) nutzen mit viele ihrer Mitschüler das Betreuungsangebot des Fördervereins der Palmbergschule. Fotos:  Grede

Frielendorf. Wie an vielen anderen Schulen ist auch an der Palmbergschule in Frielendorf das Engagement des Fördervereins nicht zu ersetzen – ein Angebot, das nun auf der Kippe steht: Denn sollte sich keine neue Vorstandsriege finden, droht dem Verein die Auflösung, und das würde das nicht nur das Aus für Hausaufgabenaufsicht und frisches Frühstück am Schulkiosk bedeuten.

Das zeitliche Raster, in dem sich Eltern für den Förderverein einsetzen, sei eingeschränkter als bei Aktiven in anderen Vereinen, erklärt der bisherige Vereinsvorsitzende Kai Bonn. Denn die meisten Eltern begrenzen ihr aktives Engagement auf die Dauer des Grundschulbesuchs ihrer ihrer Kinder – in einigen Fällen noch einige Zeit darüber hinaus. Das beträfe zum einen ihn selbst als Vorsitzenden, zum anderen auch andere Mitglieder mit bestimmten Funktionen. So stehe gerade jetzt im Verein quasi wieder ein Generationswechsel an.

Alle finanzielle Unterstützung und insbesondere die vom Förderverein angebotene Nachmittagsbetreuung würden mit einer Auflösung des Vereins beendet sein, betont Bonn.

Der Förderverein der Palmbergschule gestaltet maßgeblich die soziale Landschaft um die Palmbergschule: Die Eltern erbringen Geld- und Sachspenden, gewinnen Sponsoren für Schulprojekte, organisieren Feste und andere Veranstaltungen und öffnen damit gemeinsam mit dem Kollegium die Schule für das gesellschaftliche, kulturelle, politische und wirtschaftliche Umfeld.

Aktuell stellt der Förderverein mit vier Mitarbeiterinnen für mehr als ein Drittel der insgesamt 140 Schüler das Betreuungsangebot sicher und betreibt den Kiosk der Schule. Zudem werde gerade gemeinsam mit Förderverein der Weg zur Ganztagsschule ausgearbeitet, erklärt der Schulleiter Michael Schäfer. Er bringt es auf den Punkt: „Der Förderverein ist ganz einfach aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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